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Vorsicht: Alltagschemikalien können Krebs verursachen

© esignus, fotolia.com

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Wer an Krebs leidet oder ihm vorbeugen möchte, ist gut beraten, nicht nur die Ernährung umzustellen, sondern auch auf den Inhalt der verwendeten Pflege-, Putz- und anderen Mittel zu achten. Zwar sind die Grenzwerte hierzulande recht niedrig, doch können bestimmte Chemikalien auch unterhalb dieser als sicher eingestuften Werte oder im Verbund miteinander das Krebsrisiko erhöhen. Das bestätigt eine neue umfangreiche Studie.

Eine Gruppe von 200 Wissenschaftlern aus über 28 Nationen hat über drei Jahre lang die Effekte von 85 weitverbreiteten Chemikalien studiert und diese mit Mechanismen verglichen, die bekanntermaßen das Krebswachstum begünstigen. Unter den Chemikalien befinden sich übliche Verdächtige, wie das in Plastikverpackungen oder -flaschen enthaltene Bisphenol A, das Breitband Insektizid Rotenon, das in der Landwirtschaft eingesetzte Paraquat oder Triclosan, das als antibakterielles Mittel in zahlreichen Pflege- und Putzmitteln eingesetzt wird.

Die Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass viele der untersuchten Chemikalien selbst unterhalb der Grenzwerte die Funktionsweise der Körperzellen beeinträchtigen und so potenziell krebsfördernd wirken. Darunter befinden sich auch Stoffe, die für sich allein genommen keine Gefahr darstellen, jedoch im Verbund mit anderen Chemikalien genetische Mutationen auslösen können, wie z.B. das in der Industrie und Medizin eingesetzte EDTA.

William Bisson, einer der an der Studie beteiligten Wissenschaftler, merkt dazu an, dass der Fokus bei der traditionellen Risikobewertung normalerweise auf einzelnen Chemikalien oder Prozessen liegt. Dadurch würde das Krebsrisiko bestimmter Stoffe unterschätzt. „Krebs […] folgt mehrstufigen Entwicklungsmustern und hat in den meisten Fällen eine längere Latenzzeit. Daher muss er aus einer Richtung angegangen werden, die die Komplexität dieser Muster in Betracht zieht.“, so Bisson.

Seit meiner Krebserkrankung meide ich weitestgehend konventionelle Pflege- und Haushaltsmittel; Duschgel und Seifen kaufe ich im Bioladen, Putz- und Waschmittel nur von Herstellern, die bekanntermaßen auf gefährliche Zusatzstoffe verzichten. Unter den folgenden Links finden Sie weitere Informationen dazu.

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