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Fasten – Reboot des Immunsystems


by markusspiske

Leser dieser Webseite wissen, dass ich ein großer Verfechter des (intermittierenden) Fastens bin. Zahlreiche gesundheitliche Effekte sind mittlerweile wissenschaftlich erwiesen. Darunter eine erhöhte Effizienz von Chemotherapien, der Schutz vor neurodegenerativen Erkrankungen und die Bereinigung unserer Zellen von alten und defekten Zellbestandteilen (Autophagie).

Eine neue gesunde Facette des Fasten fördert eine sehr interessante Studie aus dem Jahr 2014 zutage: wiederholte Fastenphasen von zwei bis vier Tagen bewirken einen Reboot des Immunsystems und schützen vor den negativen gesundheitlichen Auswirkungen einer Chemotherapie. Während der Fastenphase kommt es zunächst zu einer Verringerung bestimmter Immunzellen, den so genannten weißen Blutkörperchen oder Leukozyten. Sie tragen wesentlich dazu bei, den Körper vor unverträglichen Stoffen und Krankheitserregern zu schützen. Das Fasten bereinigt den Körper von alten, beschädigten Immunzellen und triggert die Regeneration neuer, funktionstüchtiger Zellen. Weiterhin stellten die Wissenschaftler fest, dass ein dreitägiges Fasten vor einer Chemotherapie die toxischen Effekte durch die Krebsmedikamente (Zytostatika) verringerte.

Eine weitere Studie aus dem gleichen Jahr kommt zu dem Ergebnis, dass Fasten vor Diabetes schützen kann. In den sechs Wochen nach einer Fastenphase kam es bei den Studienteilnehmern nämlich zu einem Abbau des „schlechten“ LDL-Cholesterins. Die Wissenschaftler vermuten, dass der Körper aufgrund des Nahrungsentzugs als alternative Energiequelle u.a. dieses Cholesterin aus den Fettzellen heranzieht. In Folge wird die Insulinresistenz, wie sie bei Typ 2-Diabetes und seinen Vorstadien auftritt, reduziert.

Übrigens lassen sich die positiven Effekte des Fastens auch ohne Fasten erzeugen und mithilfe einer zeitweisen ketogenen Ernährung erzielen. Dazu an anderer Stelle mehr.

Krebs: Die beste Strategie ist die eigene

Es gibt ein altmodisches Wort: Demut. Und das verstehe ich so, dass wir lernen können, unsere Wünsche dem Möglichen anzupassen. Vielen Patienten von uns gelingt das. Und die führen dann oft wieder ein sehr gutes Leben. Deswegen müssen Ärzte auch Sätze wie "Ich kann nichts mehr für Sie tun" oder "Es gibt keine Hoffnung" ein für alle Mal aus ihrem Repertoire streichen! Sie können immer etwas tun, und es gibt immer Hoffnung! Auch dann, wenn keine Aussicht auf Heilung besteht.

Ein Arzt mit Vorbildfunktion! Hier geht’s zum Rest des Interviews…

Ganzheitliche Krebsberatung – Ein Interview mit Elke Linder

Ganzheitliche Krebsberatung

Krebsbetroffene, die sich für alternative Therapien interessieren, stehen oft alleine da, denn noch beschränkt sich das Therapieangebot der Ärzte, die Krebs diagnostizieren, meist auf konventionelle Methoden, wie Chemotherapie, Bestrahlung oder Operationen. So müssen sich Patienten eigenverantwortlich auf die Suche nach Alternativen oder unterstützenden Maßnahmen begeben. Keine leichte Aufgabe im Dschungel der Angebote. Zumal im Angesicht der gesundheitlichen Bedrohung meist die Energie und geistige Klarheit für solch eine Recherchearbeit fehlen. Zum Glück gibt es seit eingen Jahren ganzheitliche Krebsberater wie Elke Linder.

Ganzheitliche Krebsberater übernehmen die aufwändige Recherche und sondieren, im Gespräch mit dem Patienten, die zur Verfügung stehenden Therapieoptionen. Sie vermitteln Betroffenen wichtige Grundlagen für den Heilungsweg, geben konkrete Anleitung für verschiedene Anwendungen und stellen Kontakte zu Therapiezentren, Ärzten und anderen Therapeuten her. Eine unentbehrliche Arbeit, die die Krebsberater leisten, und die in Zukunft sicher immer populärer werden wird. Das Krebscafe hat die langjährige Krebsberaterin Elke Linder über die Hintergründe ihrer Arbeit befragt und mit ihr über Krebs und seine Heilung gesprochen.

Frau Linder, erzählen Sie unseren Leser doch kurz, wer Sie sind und wie Sie zu dem spannenden Beruf einer ganzheitlichen Krebsberaterin kamen.

Die ganzheitliche Krebsberatering Elke LinderElke Linder: Zuerst einmal möchte ich mich bei Ihnen für das Interesse an meiner Arbeit bedanken.
Ich selber interessiere mich schon seit langer Zeit für naturheilkundliche Therapien und habe im Zuge dessen vor nunmehr 15 Jahren mit einer Heilpraktikerausbildung begonnen. Zum Themenschwerpunkt Krebs kam ich durch die Krebserkrankung meiner Mutter, die an Gallenblasenkrebs erkrankt war. Ich war damals sehr auf der Suche nach möglichen Therapieoptionen, konventionell und komplementär, und bin dort zum ersten Mal auf den Verein Menschen gegen Krebs gestoßen und dort Mitglied geworden. 2003 wurde erstmals eine Ausbildung zur Ganzheitlichen Krebsberaterin angeboten, die sofort mein Interesse weckte, ich bewarb mich dort und wurde – glücklicherweise – genommen. Seit 2005 arbeite ich nun als Ganzheitliche Krebsberaterin und war zwischenzeitlich, im Rahmen der 3. Meinung für Krebspatienten, im jetzigen 3E-Zentrum in Buoch tätig. Für den Verein Menschen gegen Krebs arbeite ich zusätzlich an der Telefonhotline, wo Betroffene sich hinwenden können, wenn sie Fragen zu Therapien, Ärzten oder andere Anliegen haben. Desweiteren bin ich als Redakteurin für die Mitgliedszeitschrift “Krebs als Chance” tätig – allesamt Aufgaben, die mich sehr ausfüllen.

Was macht eine Krebsberaterin genau und welche Hilfe können Sie betroffenen Menschen anbieten?

Elke Linder: Als Krebsberaterin informiere ich Betroffene, oder auch nur an der Thematik interessierte Mitmenschen, über mögliche Therapieoptionen, sowohl konventionell, als auch komplementär. Das Ergebniss meiner Beratung sollte sein, dass der Patient mit einem guten Gefühl nach Hause geht. Mit dem Gefühl: "Ja, ich werde wieder gesund! Es gibt Krebstherapien, die mich bei meinem Heilungsprozess positiv unterstützen können, und ich selber kann viel dazu beitragen, wieder gesund zu werden!". Untersuchungen bei weit fortgeschrittenen Krebserkrankungen zeigen deutlich, dass vor allem die Krebspatienten überlebt haben, welche die Zerstörung des Tumors nur als Teil eines ganzheitlich orientierten Therapieplans sehen. Die radikale Entfernung oder die schnelle Zerstörung des Tumors durch Chemotherapie und Bestrahlung spielt zwar weiterhin eine Rolle, aber auf langfristige Sicht nicht die alles entscheidende. Viele erfolgreiche, alternative Krebstherapien aus aller Welt sind kaum bekannt. Ich möchte diese Lücke gerne schließen und auch über diese erfolgreichen, komplementären Krebstherapien informieren. Nur mit Wissen kann der Betroffene gemeinsam mit seinem Arzt eine speziell auf ihn zugeschnittene Therapieoption erarbeiten und auch erfolgreich umsetzen. Je mehr Informationen der Patient hat, umso besser kann ER entscheiden, welchen Weg er gehen möchte – alternativ oder begleitend.

Eine wichtige Säule Ihrer Arbeit ist das so genannte 3E-Programm. Was kann man sich darunter vorstellen?

Elke Linder: Das so genannte 3E-Programm setzt sich zusammen aus den Teilen Ernährung, Entgiftung (konsequent Gifte ausscheiden und das Aufnehmen neuer Giftstoffe bzw. belastender Faktoren, vermeiden) und Energiearbeit. Ich möchte kurz auf jeden einzelnen Punkt eingehen.

Gute Ernährungskonzepte bei einer Krebserkrankung werden leider viel zu häufig ignoriert. Die Ernährung vieler Menschen besteht heutzutage aus verarbeiteter, also schon “toter” Nahrung, die unserem Organismus meist nur das Hungergefühl nehmen, ihn aber nicht mit den notwendigen Vitaminen, Spurenelementen und auch Biophotonen versorgt. Dies jedoch benötigen wir, damit unser Körper gesund bleibt und die Zellen ihrer zugedachten Arbeit nachgehen können. Gerade Krebspatienten sollten unbedingt darauf achten, frische, naturbelassene Nahrung mit einem hohen Lichtgehalt zu sich zu nehmen, damit der Organismus zum einen mit den benötigten Nährstoffen versorgt wird und zum anderen nicht mit “toter” Nahrung zusätzlich belastet wird.

Der Punkt Entgiftung sollte aus gleich mehreren Gründen unbedingt in ein Behandlungskonzept mit integriert werden. Fr. Dr. Kousmine konnte schon vor Jahren nachweisen, dass ein Tumor wie eine “zweite Leber” fungiert und ein Tumor ein Vielfaches mehr an Giftstoffen aufnehmen kann wie unser großes Entgiftungsorgan, die Leber. Ein Tumor ist demzufolge in der Lage Giftstoffe zu neutralisieren. Im Umkehrschluss lässt sich annehmen, dass ein Tumor entsteht, wenn unsere Entgiftungsorgane ihre Arbeit alleine nicht mehr bewältigen können und zuviele belastende Faktoren von außen auf sie einwirken. Dies kann zum einen falsche Ernährung sein, aber auch geopathologische Faktoren und seelischer Stress, alles Faktoren, die über einen längeren Zeitraum negativ auf unser Zellmilieu einwirken und den Grundstein für eine Tumorenstehung legen können.

Energiearbeit beinhaltet unter anderem die Punkte Synergetik, Kausanetik, Visualisierung, aber auch Meditation und andere Verfahren, die sich günstig auf den Energiefluss auswirken können (z. B. Tai Chi, Qigong u. v. a.). Hierbei wird ein wichtiger Augenmerk auf die energetischen Herausforderungen der Krebserkrankung gelegt. Die Patienten erlernen Techniken, die die Selbstheilungskräfte des Körpers stärken, und lernen, wie positiv sich Visualisierung und positive Affirmationen auf die Erkrankung auswirken können. Gemeinsam mit dem Patienten wollen wir herausfinden, wo die eigenen Ursachen einer Krebserkrankung bei jedem einzelnen Patienten liegen können (Kausanetik), um sie mit geeigneten Techniken (z. B. Synergetik) positiv zu beeinflussen und ein geeignetes Lebenskonzept zu erstellen.

Lothar Hirneise und die ganzheitlichen Krebsberater betonen immer wieder den hohen Stellenwert einer gesunden Ernährung bei Krebs, z.B. duch die Öl-Eiweiß-Kost nach Dr. Johanna Budwig. Was hat es damit auf sich?

Elke Linder: Die Ernährungswissenschaftlerin Frau Dr. Johanna Budwig entdeckte während Ihrer Arbeit in der Fettforschung, dass hochungesättigte Fettsäuren in Kombination mit schwefelhaltigem Eiweiss ausschlaggebend für eine funktionierende Zellatmung sind. Zusammen mit schwefelhaltigem Eiweiss spielen Fettsäuren die entscheidende Rolle bei der Sauerstoffaufnahme sowie –verwertung der Zelle, bei Wachstumsprozessen, Blutbildung etc. Weiterhin wird der Körper dadurch in die Lage versetzt, Elektronen aufzunehmen, wodurch die natürliche Zellatmung angeregt wird. Wir Menschen sind Heliotropen, d. h. „Lichtwesen“, die das Licht mit seinen Elektronen benötigen, damit der Gesamtorganismus und die Zellteilung richtig funktionieren kann. Tumorzellen haben einen gestörten Stoffwechsel mit anaerober Verbrennung. Daraus resultiert, dass der Körper übersäuert wird und die Zellteilung nicht mehr richtig funktionieren kann.

Der tägliche Verzehr von Quark und Leinöl (zusammen mit Milch) bewirkt eine erneute aerobe Verbrennung. Die Übersäuerung wird gestoppt und der Zellstoffwechsel normalisiert sich. Hierbei ist besonders darauf zu achten, dass der Quark mit dem Leinöl und der frischen Milch (nicht hocherhitzt und homogenisiert; am besten Rohmilch) vermischt wird. Erst hieraus entsteht das benötigte Lipoproteid, das vom Körper richtig verstoffwechselt werden kann. Unterstützend und entsäuernd wirkt der Verzehr von basischen Lebensmitteln (Obst, Gemüse, Salat, Buchweizen u. v. m.). Dass im Rahmen der Öl-Eiweiss-Kost auf Fleisch, Zucker und andere Säurebildner komplett verzichtet werden muss, versteht sich von selbst. Besonders hervozuheben ist hierbei der vollständige Verzicht auf Fleisch- und Wurstwaren, der den Körper übersäuert und den Krebszellen erst das benötigte Milieu schafft, um sich ungehemmt teilen zu können. Auch ein vollständiger Verzicht auf Zucker ist unumgänglich. Krebs führt einen eigenen Stoffwechsel im Körper und braucht zur Zellteilung Zucker! Zucker ist zwar süß, wird aber sauer verstoffwechselt.

Eine große Herausforderung, der man sich als Krebspatient bei der Suche nach einer alternativen Therapie gegenübergestellt sieht, ist deren Vielzahl. Wie finde ich als Patient die richtige alternative Therapie? Wie kann ich feststellen, ob sie mir helfen kann?

Elke Linder: Hier sprechen Sie einen wichtigen Punkt an. Es gibt auf dem Markt ausgesprochen viele Therapien, die es einem Patienten sehr schwer machen können, die für ihn richtige Therapie zu erkennen. Um dem Patienten bei seiner Theapiewahl zu unterstützen, arbeiten wir Krebsberater im Vorfeld einer Beratung mit so genannten Fragebögen, wo detailliert Fragen zum Patienten gestellt werden: Wie ist die Ernährung, der aktuelle Status quo, frühere Erkrankungen, aktuelle Laborwerte, in welchen Lebenssystemen besteht der meiste Stress etc. Hierdurch gelingt es uns meist schon im Vorfeld, infragekommende Therapien herauszufiltern und zu sehen, welche Therapie bei jedem einzelnen Patienten am meisten Sinn machen würde. Während des Beratungsgespräches, das meist mehrere Stunden umfasst, versuchen wir gemeinsam mit dem Patienten ein Konzept zu erarbeiten, das er zuhause direkt umsetzen kann. Ich halte diesen Punkt für ganz wesentlich, der Patient MUSS aktiv werden und selber an seiner Heilung aktiv mitarbeiten und zwar konsequent, jeden Tag. In Kombination mit geeigneten Therapien lassen sich so sehr gute Ergebnisse erzielen. Aber auch hier sollte der Patient erkennen, dass ein Therapeut mit einer geeigneten Therapie, sei es z. B. Galvano, Infusionstherapien u. s. w., nur unterstützend mithelfen kann, die Hauptarbeit muss der Patient leisten. Letztendlich geht der Patient mit einem ausgearbeiteten Dossier nach Hause, in dem noch einmal detailliert auf die Dinge eingegangen wird, die er selber zu Hause umsetzen kann, zum anderen aber auch Therapieoptionen und geeignete Ärzte- und Therapeutenadressen enthält.

Raten Sie Menschen grundsätzlich von einer konventionellen Krebstherapie ab?

Elke Linder: Nein, absolut nicht. Jeder Patient muss letztendlich seine Therapie selber wählen, ganz bewusst. Wenn ein Patient von dem Nutzen einer Chemotherapie oder Bestrahlung überzeugt ist, würde ich ihm niemals davon abraten. Letztendlich muss jeder Patient für sich die Therapie finden, von der er überzeugt ist, dass sie ihm hilft. Wir wollen mit unserer Arbeit nicht missionieren, sondern lediglich auch auf andere Behandlungsmethoden aufmerksam machen. Für welche Therapie sich jeder Einzelne dann entscheidet ist jedem freigestellt. In manchen Fällen kann sogar eine Chemotherapie angezeigt sein, allerdings gibt es auch hier Unterschiede, z. B. wäre eine regionale Chemotherapie bei epithelialen Krebsarten einer systemischen Chemotherapie sicherlich vorzuziehen. Wichtig ist einfach, dass man sich im Vorfeld darüber informiert, was es an Möglichkeiten gibt und ob nicht andere zytotoxische Therapien, wie z. B. Hochdosiertes Vitamin C in Kombination mit reduziertem L-Glutathion, Ukrain-Infusionen oder auch die Galvanotherapie – um hier nur einige zu nennen – vielleicht sinnvoller sind, da sie weniger bis gar keine Nebenwirkungen haben.

Was zeichnet Ihrer Erfahrung nach Menschen aus, die Ihre Krankheit überwunden haben?

Elke Linder: Das ist eine interessante Frage, die man unbedingt näher beleuchen sollte. Letztendlich gilt bei jeder Krebserkrankung die Devise: Wenn sich nichts ändert, ändert sich nichts. Für Krebspatienten ist es wichtig, dass sie zuerst verstehen, dass jeder Weg der Änderung mit der Einsicht beginnt, dass sich etwas ändern muss. Patienten, die in einem finalen Stadium überlebt haben, haben durchweg drastische Lebensänderungen vorgenommen. Sie haben selber sehr aktiv an ihrer Heilung mitgewirkt und sie somit sehr positiv beeinflussen können. “Krebs als Chance” zu begreifen, sich mit sich, seinem Leben, seinen Emotionen, Wünschen und Zielen zu befassen ist ein ganz wesentlicher Punkt, der bedacht werden sollte. Das bisher geführte Leben hat schlussendlich dazu geführt, dass Krebs sich erst im Körper manifestieren konnte. Bitte nicht mißverstehen, das ist keinesfalls wertend gemeint, aber Krebs kann sich erst dann im Körper festsetzen und zur ernstlichen Bedrohung werden, wenn im Vorfeld viele Dinge unterdrückt, mißachtet oder übersehen wurden, irgendwann akkumulieren sich diese Faktoren und bringen das System zum Umkippen. Zielsetzung ist ebenfalls ein ganz wesentlicher Punkt. Der Patient muss Ziele für die Zukunft haben und muss sich diese immer wieder visualisieren.

Viele Menschen fühlen sich vor den Kopf gestoßen, wenn man sie nach dem Sinn ihrer Erkrankung fragt. Sollten Betroffene dieser Frage dennoch auf den Grund gehen?

Elke Linder: Ja, unbedingt. Hier kommt auch das Prinzip der Kausanetik zum tragen. In der Kausanetik geht es darum, dass nichts auf dieser Welt zufällig geschieht oder nur negativ ist. Oberster Grundsatz ist, dass die Evolution weitreichende Regulationsmechanismen kreiert hat, um das kurz- und langfristige Überleben der Spezies zu sichern. Letztendlich sind alle Symptome nichts anderes als Regulationsmechanismen des Körpers. Hier sollte die eigentliche Therapie ansetzen: bei der Frage Warum reguliert ein Körper gerade an dieser Stelle und zu diesem Zeitpunkt auf diese Weise? Heilung kann nur dann entstehen, wenn die Ursachen für die Regulation beseitigt sind. Hierbei ist ein gutes Zusammenarbeiten von Therapeut und Patient unabdingbar, um gemeinsam an die eigentliche Ursache der Erkrankung heranzukommen und dementsprechende Therapierichtlinien zu erstellen.

Welchen Rat geben Sie Menschen, die eine Krebsdiagnose erhalten haben und weder aus noch ein wissen?

Elke Linder: Für mich die oberste Prämisse: bitte keine Panik, keine überstürzten Handlungen, die eventuell weitreichende Folgen haben, die nicht mehr korrigiert werden können. Jedem Patienten kann ich nur eindringlich ans Herz legen, informieren Sie sich, holen Sie sich soviel Informationen ein, wie nur möglich. Holen Sie sich eine 2. oder 3. Meinung ein, von Therapeuten, die auf verschiedene Art und Weise therapieren und verschiedene Therapien einsetzen. Je mehr Informationen Sie haben, umso besser können SIE entscheiden, welchen Weg Sie gehen möchten – komplementär, konventionell oder die Kombination aus beiden. Durch viele Gespräche mit Krebspatienten in den letzten Jahren habe ich viele Menschen kennen lernen dürfen, die ihren Krebs überwunden haben oder auch mit ihrem Krebs ohne weitere Beeinträchtigungen leben. Für mich ist die Diagnose Krebs kein Todesurteil. Vielmehr eine Herausforderung, eine Herausforderung an jeden einzelnen Menschen, wieder aktiv an seiner Gesundheit mitzuarbeiten. Nur mit Wissen, kann ein Patient mit seinem Arzt gemeinsam, die für ihn passende Therapie erarbeiten.

Sie arbeiten seit mehreren Jahren unter anderem auch in der telefonischen Beratung bei Menschen gegen Krebs e.V. Wie hat sich das Bild, das die Menschen von alternativen Therapien haben, in den letzten Jahren geändert?

Elke Linder: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass in letzter Zeit die ganzheitliche Betrachtungsweise einer Erkrankung immer mehr in den Vordergrund rückt. Es werden Millionen an Forschungsgeldern ausgegeben, aber der große Durchbruch in der Krebstherapie blieb nach wie vor aus. Dieser Aspekt dringt immer mehr an die Öffentlichkeit und viele Menschen fragen sich, ob es nicht doch etwas anderes geben kann – zu Recht. Ein Problem, das ich leider sehr häufig sehe ist jedoch der Zeitfaktor hierbei. Im Normalfall wird Krebs von einem Schulmediziner diagnostiziert, der dann zu schnellstmöglicher Intervention gemahnt und den Patienten ungemein unter Druck setzen kann, da er sich schnellstmöglich entscheiden soll. Meines Erachtens würden mehr Krebspatienten einen anderen Weg gehen, wenn sie sich mehr Zeit lassen würden und im Vorfeld von verschiedenen Seiten Therapieoptionen einholen würden. Ganz allgemein lässt sich feststellen, dass immer mehr Menschen sich naturheilkundlich orientieren und sich langsam das Verständnis durchzusetzen beginnt, dass ein jeder Mensch aktiv an seiner Heilung mitarbeiten kann.

Dr. Bodo Köhler sprach mir diesbezüglich aus dem Herzen, als er auf der Medizinischen Woche in Baden-Baden bemerkte: “Sämtliche Krankheiten sind heilbar – aber nicht alle Patienten sind dazu in der Lage.” Heilung ist ein Prozess, den nur der Patient bewirken kann, alle Therapien können nur als Unterstützung verstanden werden, die eigentliche Heilung kann nur vom Patienten selber ausgehen!

Liebe Frau Linder, ich bedanke mich sehr herzlich für dieses interessante Gespräch.

 

Wenn Sie Fragen an Frau Linder stellen oder über das Thema dieses Artikels diskutieren wollen, können Sie dies in diesem Beitrag im Krebscafé Forum tun.

Sollten Sie Interesse an einer ganzheitlichen Krebsberatung bei Frau Linder haben, erreichen Sie sie über Ihre Internetseite oder unter folgendem Kontakt:

Elke Linder
Ahornweg 16
53819 Neunkirchen – Seelscheid
Telefon: 0 22 47 – 75 60 66 1
Email: elkelinder@lebenmitkrebs.com

 

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Chemotherapie heilt Krebs und die Erde ist eine Scheibe (Teil 3)

Eine provokante These

Dies ist der dritte Teil der Übersetzung des Interviews mit dem Krebsspezialisten und Menschen gegen Krebs e.V.-Gründer Lothar Hirneise. Hier gelangen Sie zu den anderen Teilen des Interviews:

Chemotherapie heilt Krebs und die Erde ist eine Scheibe (Teil 3)
Ein Interview mit Lothar Hirneise

Tijn Touber – 08/2005 (Originally Published 10/03)

Jeder Mensch kann Heilung findenNach Hirneises Erfahrung können selbst die Patienten geheilt werden, die bereits kurz vor dem Sterben sind, wenn sie den Grund für ihren Krebs herausfinden und wahrhaft bereit sind, sich zu ändern. Paradoxerweise pendelt sich das Adrenalin wieder ein, wenn die Menschen sich entspannen.
"Ich habe ein Foto von 1994 von einer Frau aus Karlsruhe, die zu diesem Zeitpunkt Krebs in fast all ihren Knochen und ihrem Knochenmark hatte. Sie konnte nicht aus dem Bett steigen, sonst wären ihre Knochen gebrochen. Sie bekam viel Morphin und wäre fast gestorben. Sie ist noch am Leben. Ich habe sie kürzlich besucht. Sie lebt ein normales Leben. Wieviel kranker kann man sein?
Ich kenne eine andere Frau, die zweimal starb und zweimal wiederbelebt wurde. Der Pfarrer saß an ihrem Bett um ihr die Sterbesakramente zu geben. Ihr geht es gut. Sie ist in den Siebzigern, fährt Ski in der Schweiz und hat einen Freund, der 20 Jahre jünger ist."

Hirneise ist sich nicht nur bewusst, dass das, was er sagt, die vorherrschende Meinung in vieler Hinsicht herausfordert, sondern dass es auch nicht leicht zu verstehen, ganz zu Schweigen umzusetzen ist, wenn die Diagnose Krebs gestellt wurde.
"Ich musste um die ganze Welt reisen und verstand es erst nach einigen Jahren, also wie kann ich erwarten, dass es jemand nach einem einstündigen Vortrag versteht?"
Hirneise bildet momentan 30 Leute aus, die, wie er selbst, mit Patienten sprechen können, nachdem sie ihr ‚Todesurteil‘ erhalten haben.
"Man braucht dann jemanden mit einer objektiven Sicht, der rational denken kann. In diesem Moment sind ihre Freunde und Familienmitglieder ebenso emotional wie sie selbst. Die meisten Menschen denken, das der Arzt diese objektive Person ist. Er ist es nicht. Sehen sie, sie sind nicht nur Patient, sondern auch Kunde. Er möchte etwas verkaufen, egal ob er ein normaler oder alternativer Arzt ist. Wir könnten viele Leben retten, würde sofort ein objektiver, unabhängiger Experter mit den Patienten sprechen. Darum haben wir diese Ausbildung geschaffen, wobei jeder Teilnehmer verspricht, keine Psychotherapie oder andere Krebsbehandlung auf eigene Faust zu machen."

 

Das zweite Hindernis auf dem Weg zur Heilung ist die sogenannte Nachsorge.
"Nach einer Behandlung sollen die Patienten nach drei Monaten wiederkommen. Die meisten Menschen können zwei Wochen lang nicht richtig schlafen bevor diese drei Monate um sind. Das ist Stress! Dann machen sie einen Bluttest und müssen eine Woche auf die Ergebnisse warten. Das macht die Menschen sehr unsicher. Da ist zu viel Potential für zusätzlich schädigenden Stress – und für Missverständnisse. Die meisten Ärzte verwenden eine Sprache, die keiner versteht. Ich rate Patienten keine Nachsorge zu betreiben. Sie ist zu gefährlich."

Nachsorge bedeutet Stress! Ein Beispiel: "Vor einiger Zeit hielt ich einen Vortrag, nach dem ein Mann auf mich zukam, mich umarmte und sagte: ‚Sie haben mir das Leben gerettet.‘ Ein paar Monate später rief seine Tochter an. Er war gestorben. Was war passiert? Der Stress, die Furcht und die Angst über die vage Diagnose des Arztes machten ihn wahnsinnig. Wenn mich Menschen fragen, welche diagnostischen  Tests sie tun oder lassen sollten, sage ich ihnen: ‚Können Sie ohne Diagnose schlafen? Wenn ja, machen Sie keine. Wenn Sie die Diagnose brauchen um besser zu schlafen, dann nur zu. Anstatt eines Bluttests sollten Sie besser in den Spiegel schauen. Schauen Sie sich Ihren ganzen Körper an, Ihre Haut, etc. Das ist eine bessere Diagnose. Dann meditieren Sie und hören Sie auf Ihren Körper. Hören Sie darauf, was er Ihnen sagen will. Sie werden eine Menge entdecken, viel Einsicht gewinnen. Danach können Sie noch immer zu einem Arzt gehen. Gehen Sie nicht nur zum Arzt um Ihr Blut zu testen oder sich röntgen zu lassen. Ich weiß, das ist ein großes Opfer. Wir denken, der Arzt weiß es besser, nicht wahr? Falsch. Glauben Sie mir, so läuft es nicht. Der Tumor ist nicht Ihr Feind. Stress ist die wahre Ursache und niemand kann den Stress von zu vielen Herausforderungen ertragen."

Vielleicht ist Lothar Hirneises wichtigste Nachricht, dass jeder Mensch seinen eigenen Weg zur Heilung finden muss. Ein Arzt kann bei diesem Prozess helfen. Aber das kann auch ein Freund. Jeder kann sehr gut selbst einschätzen, ob eine bestimmte Behandlung wirklich gut für ihn ist. Individualität ist Hirneises Inspiration. 
Ein letzter Ratschlag von dem Mann, der mit so vielen Menschen gesprochen hat, die fähig waren, ihre Erkrankung zu überwinden: "Machen Sie einen Vertrag mit ihrem Tumor. Ich habe festgestellt, dass viele Überlebende das tun. Sie beginnen ein Gespräch mit ihrem Tumor: ‚Lieber Tumor, dies ist eine Verlust/Verlust-Situation. Wenn Du größer wirst, werde ich sterben und Du ebenso. Lass uns eine Win/Win-Situation daraus machen. Du wirst kleiner – Du musst nicht sterben, aber zur normalen Größe schrumpfen – was bedeutet, dass ich leben kann. Im Gegenzug werde ich…‘ Ich sage den Patieten, sie sollen sehr vorsichtig mit dem sein, was sie hier versprechen, denn der Tumor hält sich nur so lange an die Abmachung, wie Sie es auch tun. Wenn Sie sich nicht daran halten können, machen Sie einen neuen Vertrag.
Es gibt Menschen, denen kann ich nicht helfen. Da war diese Frau, deren Sohn sich erfolglos versucht hatte umzubringen. Auf seinem Sterbebett bat sie zu Gott ihr Leben statt das Seine zu nehmen. Der Sohn lebte. Einige Wochen später bekam sie Krebs. Ich riet ihr, einen neuen Vertrag mit Gott abzuschließen, noch einmal mit ihm zu sprechen. Aber sie hatte Angst, dass Gott dann das Leben ihres Sohnes nehmen würde. Sie starb kurz darauf. Niemand kann so jemandem helfen. Das ist die Kraft eines Vertrags. Jeder Mensch und jede Krankheit ist einzigartig, muss geachtet werden und hat eine eigene Herangehensweise.

 

Copyright © 2003 Tijn Touber

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Chemotherapie heilt Krebs und die Erde ist eine Scheibe (Teil 2)

Eine provokante These

Dies ist der zweite Teil der Übersetzung des Interviews mit dem Krebsspezialisten und Menschen gegen Krebs e.V.-Gründer Lothar Hirneise. Hier gelangen Sie zu den anderen Teilen des Interviews:

 Chemotherapie heilt Krebs und die Erde ist eine Scheibe (Teil 2)
Ein Interview mit Lothar Hirneise

Tijn Touber – 08/2005 (Originally Published 10/03)

"Jede erfolgreiche Krebstherapie beinhaltet drei Zutaten: eine gründliche Entgiftung, eine Ernährungsumstellung und mentale oder spirituelle Arbeit."

Lothar Hirneise Es ist früh am morgen, 8.30 Uhr. Wir sitzen zusammen beim Frühstück in Hirneises Büro im obersten Geschoss seines schönen Hauses mit Blick auf die sanft geschwungenen Hügel vor Stuttgart. Schließlich kommen wir zum Thema: Chemotherapie. Hirneise schrieb kürzlich an einem Buch mit dem provokanten Titel Chemotherapie heilt Krebs und die Erde ist eine Scheibe (Sensei: Kernen, 2002). Hirneises Vision sagt es deutlich: Chemotherapie – die Therapie, die so viele Krebspatienten täglich über sich ergehen lassen – funktioniert nicht.
"Ich kann mir vorstellen, dass Chemotherapie in bestimmten Fällen eine vorübergehende Lösung sein kann, aber nur als Teil eines ganzen Protokolls mit Entgiftung, Ernährung und mentaler/spiritueller Unterstützung. Wie auch immer, ich bin gegen die Art und Weise mit der das Gift eingesetzt wird. Durch die derzeitigen Behandlungsmaßnahmen werden die Menschen getötet. Punkt. Außerdem wird Patienten erzählt, dass sie, wenn der Tumor verschwunden ist, wieder gesund sind. Das ist nicht nur unwahr, das ist dumm. Übrigens kenne ich eine Menge Ärzte und ich habe viele Freunde, die Ärzte sind, und bei einem Bier vertrauen sie mir an, dass sie niemals eine Chemotherapie an sich selbst oder ihrer Familie durchführen lassen würden. Ärzte schicken ihre Patienten zu mir, weil sie wissen, dass die konventionellen Therapien nicht funktionieren. Sie erzählen ihren Patienten: ‚Ich müsste ihnen das hier verabreichen, aber es würde nicht funktionieren. Gehen sie und besuchen sie Herrn Hirneise.‘ Und dennoch arbeiten sie weiter in diesem System. Das ist schizophren, oder? Aber ein Arzt hat nun einmal viel zu verlieren, wenn er dem System seinen Rücken zudreht: Geld, Karriere, Berufsstand – alle schauen zu dir auf, wenn du Arzt bist. Zudem wird man auf Gedeih und Verderb bekämpft, wenn man gegen den Strom schwimmt."

Hirneise ist eine umstrittene Persönlichkeit. Ärzte sagen, er sei verrückt, gefährlich oder Schlimmeres.
"Aber ich habe nicht einen Arzt getroffen, der gesagt hat: ‚Herr Hirneise, was sie auf Seite 235 geschrieben haben, macht keinen Sinn, weil…‘ Es findet keine wissenschaftliche Diskussion statt. Aber das ist nicht überraschend. Wenn ich sie nach Beispielen von Patienten frage, die im Spätstadium dank ihrer Behandlung geheilt wurden, werden sie still. Auf der anderen Seite kann ich tausende Patienten und Fälle anführen die zur Besserung führten, obwohl eben genau diese Ärzte sie aufgegeben hatten. Ich kenne diese Patienten, ich schüttel jeden Tag ihre Hände."

Hirneise ist viel gereist, hat viel gelesen und hat mit Ärzten und Patienten auf der ganzen Welt gesprochen. Er hat seine Erfahrungen und Forschungen in einer eindrucksvollen Anzahl von Statistiken zusammengefasst. Und seine Schlussfolgerung ist klar: Jede erfolgreiche Krebstherapie beinhaltet drei Dinge: gründliche Entgiftung, Ernährungsumstellung und mentale oder spirituelle Arbeit.
"In jeder Klinik, die ich besuchte, ist es die gleiche Geschichte, immer und überall. Es ist das, was die Menschen getan haben, die Krebs überwunden haben. Ich habe Menschen auf ihren Sterbebetten gesehen, bei denen sich der Krebs auf ihre Knochen, Gehirne, Lungen und das Knochenmark ausgebreitet hatte … und sie wurden gesund. Im finalen Krebsstadium, gibt es keine Medizin auf der Welt, die dich retten kann – konventionell oder alternativ."

"Natürlich ist eine Chemotherapie kein Zuckerschlecken, aber eine radikale Umstellung der Ernährung und des Lebensstils ist noch schwerer. Darum überleben so wenig Menschen den Krebs."

"Seien Sie glücklich!" Wenn das so einfach und unmissverständlich ist, warum geht es dann nicht mehr Menschen besser? "Weil Erfolg Disziplin und Mühe erfordert. Es bedeutet, dass Patienten sich in Bewegung setzen müssen, aktiv werden und eine konstruktive kämpferische Einstellung haben. Die meisten Menschen wählen den einfachen Weg: Chemotherapie, Bestrahlung oder eine Operation. Menschen fragen: ‚Was meinen sie mit dem einfachen Weg? Wissen sie nicht, wie grausam eine Chemotherapie ist?‘ Natürlich ist eine Chemotherapie kein Zuckerschlecken, aber eine radikale Umstellung der Ernährung und des Lebensstils ist noch schwerer. Darum überleben so wenig Menschen den Krebs."

"’Zunächst entgiften Sie, dann ernähren sie sich gut und seien Sie glücklich.‘, das sage ich den Menschen. ‚Was?‘ rufen sie, ‚Glücklich sein? Sind Sie komplett verrückt geworden, Herr Hirneise? Ich habe überall Tumore, ich kann nicht mal laufen und Sie erzählen mir, ich soll Spaß haben?‘ Dann erzähle ich ihnen, dass eine von zwei Sachen passieren wird: entweder sterben sie bald oder sie bleiben am Leben. Wenn sie bald sterben, dann tun sie gut daran, jetzt Spaß zu haben, richtig? Wenn sie nicht sterben, tun sie gut daran jetzt ebenso Spaß zu haben, denn es gibt nichts besseres für ihr Immunsystem.
Es klingt verrückt, aber ich habe eine Menge Spaß mit den Menschen, die zu mir kommen. Ich hielt kürzlich ein Seminar mit Krebspatienten im Endstadium – ich habe selten so viel gelacht. Die Befriedigung des Egos, Geld und Sex beherrschen die Welt. Krebspatienten sind so ziemlich die einzigen Menschen, die nicht an diesen Dingen interessiert sind. Es ist so als würden sie mit dem Papst oder Mutter Theresa sprechen. Ich lerne viel von ihnen. Sie leben, ohne an morgen zu denken. Sie leben ganz anders, als der Rest der Menschheit."

"Krebs kann ohne Stress nicht existieren. Hundert Prozent unmöglich!"

Wenn Spaß und ein erfülltes Leben einen bedeutenden Beitrag zur Heilung von Krebs leisten, wirft dies die Frage auf, ob deren Abwesenheit die Krankheit fördert. Für Lothar Hirneise beginnt Krebs mit Stress:
"Krebs kann ohne Stress nicht existieren. Hundert Prozent unmöglich! Es wird viel diskutiert, welche Art von Stress – körperlich oder psychisch – aber für eine Zelle ist es egal, woher der Stress kommt. Jeder Krebspatient hat ein Zuckerproblem. Insulin transportiert Zucker in die Zellen. Adrenalin – und zu einem geringeren Teil Kortisol und Glucagon – bringen ihn weg. Jeder glaubt, dass man, wenn man unter großem Stress steht, einen Adrenalinüberschuss hat. Das ist richtig, aber das ist nur der Anfang. Langzeitstress endet in einem Adrenalinmangel. Das kann man bei Krebspatienten feststellen. Also ist die Zelle voll Zucker, der nicht aufgespalten wird. Diese Zellen sterben. Zucker ist ein Gift; zu viel davon zerstört Ihre Arterien, Ihre Nieren und Ihre Knochen. Der Körper bekämpft diese Gefahr indem er Tumore erzeugt – als letzten Ausweg um den Zuckerüberschuss loszuwerden."

"Für einige Menschen, liegt die Lösung für den Stress, der zum Zuckerproblem führte, in einer Ernährungsumstellung – weil sie vorher schlecht gegessen haben – während für andere die Lösung in der psychischen oder spirituellen Sphäre liegt – weil sie zum Beispiel ernsthafte Beziehungsprobleme hatten. Darum funktioniert eine gute Ernährung nicht bei jedem, was Skeptiker dazu verführt zu sagen, dass so eine Diät folglich generell nicht funktioniert. Es kommt eben darauf an, wo der Stress herkommt. Darum ist es so wichtig, die ganze Person einzubeziehen. Das heißt: zur ganzen Person zu sprechen. Frank Wiewel von People Against Cancer sagt: ‚Gib mir eine halbe Stunde mit einem Krebspatienten und ich finde das Problem.‘ Meine Erfahrung ist die gleiche. Manchmal müssen wir auch mehrere Stunden sprechen, aber das Problem finden wir immer. Das Problem der Ärzte ist, dass sie für das Reden mit ihren Patienten nicht bezahlt werden. Wenn zwei verschiedene Frauen mit Brustkrebs zu einem Arzt gehen, ist die Sache klar für ihn: Brustkrebs. Meine Erfahrung ist, dass zwei Fälle von Brustkrebs zwei unterschiedliche Erkrankungen sein können. Wenn jemand, der seinen Sohn verloren hat, sechs Monate später Prostatakrebs bekommt, würden sie dann Chemotherapie anwenden um ihn zu heilen?"

Copyright © 2003 Tijn Touber

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Chemotherapie heilt Krebs und die Erde ist eine Scheibe (Teil 1)

Eine provokante These

Unter diesem provokanten Titel veröffentlichte der deutsche Krebsspezialist und Menschen gegen Krebs-Gründer Lothar Hirneise ein umfassendes Kompendium der alternativen Krebstherapien. Im Jahr 2006 eröffnetet er außerdem das Deutsche Ganzheitliche Krebsinformations- und Beratungszentrum in Buoch, wo seither krebskranke Menschen, die nach alternativen Behandlungsmöglichkeiten suchen, kompetente Beratung finden. Mit der Zeit entwickelte sich das DGK Buoch zu einem echten Therapiezentrum, wo seit kurzer Zeit auch mehrwöchige Aufenthalte möglich sind.

Ich hatte das Glück, Lothar Hirneise und sein Team 2007 kennenzulernen. Bereits einige Monate zuvor wurde ich durch ein englischsprachiges Interview auf ihn und sein Buch aufmerksam. Ich wünschte mir schon damals, dass dieses Interview auch auf Deutsch erscheinen würde, denn ich halte es für einen großartigen Text, der vielen Menschen, die mit der Diagnose Krebs konfrontiert werden, Mut geben und den richtigen Weg zur Gesundung weisen kann.

Nun, über eineinhalb Jahre später, machte ich mich selbst daran, das Interview zu übersetzen. Ich bin sehr glücklich, dass ich diesen Text nun mit anderen Menschen und Hilfesuchenden teilen kann. Ich danke Herrn Hirneise für seine Erlaubnis, es hier im Krebscafé veröffentlichen zu dürfen.

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Chemotherapie heilt Krebs und die Erde ist eine Scheibe (Teil 1)
Ein Interview mit Lothar Hirneise

Tijn Touber – 08/2005 (Originally Published 10/03)

Ode MagazineKrebs ist eine der meistgefürchteten Krankheiten der modernen Gesellschaft, die von den meisten Menschen als Todesurteil angesehen wird. Dies ist ein bemerkenswertes Interview mit Lothar Hirneise, einem führenden Krebsspezialisten, der die ganze Welt auf der Suche nach erfolgreichen Behandlungsmethoden bereiste. Die Tatsache, dass er kein Doktor ist, hat ihm einen offenen Geist beschert, der offen genug war, folgende wichtige Entdeckung zu machen: Jeder kann eine Lösung für Krebs finden … ein nahezu unverschämtes Selbstbewusstsein vorausgesetzt.

Lothar Hirneise im InterviewNachdem wir bereits über eine Stunde miteinander gesprochen hatten, beugt sich Hirneise nach vorn, als wolle er mir etwas im Vertrauen verraten. Mit todernster Stimme sagte er:
 „Ein Tumor ist die Lösung, nicht das Problem. Ein Tumor entsteht, weil der Mensch kein Adrenalin mehr produziert, das dringend für die Aufspaltung von Zucker benötigt wird. Ein Überschuss an Zucker wäre tödlich, also entwickelt der Körper Tumore. Tumore vergären (verbrennen) Zucker. Und sie benötigen eine Menge Energie (Zucker) wegen Ihrer schnellen Zellteilung. Aus diesem Grund wachsen einige Tumore sehr schnell. Krebszellen funktionieren wie Leberzellen, nur viel effizienter. Der Tumor hilft dem Körper also dabei zu entgiften. Ohne einen Tumor wäre man wirklich krank. Ich sage den Menschen immer: ‚Der Tumor ist nicht Ihr Problem. Ein Tumor ist eine unglaublich geniale Lösung für den Körper.‘ Wenn Sie gesund sind, verschwindet der Tumor von allein. Darum sollte man nie sofort operieren um den Tumor zu entfernen – entgiften Sie erst. Wenn der Tumor dann dennoch weiter wächst – was fast nie der Fall ist – kann man immer noch operieren.“

"Krebs ist nicht das Problem. Krebs ist die Lösung."
"Ein Tumor ist eine unglaublich geniale Lösung für den Körper."

Der Krebsexperte Lothar HirneiseDies ist die provokante und hoffnunsvolle Vision von Lothar Hirneise. Er nimmt an, dass unser Körper im Verlauf der Evolution Tumore entwickelte um zu überleben:
„Ein Beispiel: Zu viel Zucker in den Zellen verursacht Erblindung – genauso wie das bei Diabetes der Fall ist. Einen Tumor entstehen zu lassen ist eine Lösung.
Eine Infektion im Darm ist ebenso eine potentielle Gefahr. Wenn sie zu groß wird, blockiert sie den Darm. Auch hier ist die Lösung des Körpers ein Tumor, der Enzyme produziert, die die Ausbreitung der Infektion stoppen und heilen. Der eigentliche Tumor verschwindet dann häufig von selbst.
Die meisten Krebspatienten sind sehr überrascht, dass sie einen Tumor haben. Sie waren jahrelang gesund, hatten nie Fieber, brauchten keinen Arzt und nun plötzlich haben sie einen Tumor. Wie kommt das?
Der Tumor hat ihnen geholfen gesund zu bleiben, bis eines Tages alles zusammenbricht.“
Lothar Hirneise ist kein Arzt. Aber er hat eine revolutionäre und gut begründete Vorstellung vom Krebs. Unterstützt durch die Gründlichkeit und Akribie seiner in Deutschland beheimateten Kultur, ist logisches Denken seine große Stärke. Hirneise ist ein Mann der Forschung und stichhaltigen Beweise; ein Mann der einen außergewöhnlichen Weg ging um ein einflussreicher, dennoch kontroverser, Krebsspezialist in Deutschland zu werden. 

Zehn Jahre zuvor war Hirneise Meister in östlichen Kampfsportarten und Kung Fu-Lehrer. Außerdem besaß er ein erfolgreiches Sportgeschäft. 1996 verkaufte er das Unternehmen für eine beträchtliche Summe und versprach seiner Frau Chris und seinen zwei Söhnen, dass er nun, nach Jahren harter Arbeit und des Umherreisens, mehr Zeit zu Hause mit ihnen verbringen würde. Doch dann bekam ein guter Freund Krebs diagnostiziert.
"Bevor ich das Sportgeschäft hatte, arbeitete ich zehn Jahre in Krankenhäusern. Ich war ausgebildeter Krankenpfleger und studierte vier Jahre lang Psychotherapie. So war es nicht verwunderlich, dass mein Freund mich um Hilfe bat. Allerdings wusste ich nicht viel über Krebs. Ich begab mich auf die Suche nach Informationen und entdeckte Lynne McTaggart, die Gründerin des englischen Magazins What Doctors Don’t Tell You (Was Ärzte Ihnen nicht erzählen) und Autorin des Buchs mit dem selben Titel. Ich nahm an einer Konferenz über alternative Krebstherapien teil, die sie in London organisiert hatte. Einige der Redner erzählten ziemlich esoterische Geschichten, aber ich war beeindruckt von den Forschungsergebnissen, die präsentiert wurden.“ 

Die What Doctors Don’t Tell You-Konferenz in London markierte den Beginn von Hirneises intensiver Suche nach potentiellen Krebstherapien. Er hatte Zeit und Geld – „eine einzigartige Kombination, die nicht vielen Menschen vergönnt ist“ – und las alles, was er in die Hände bekam.
Hirneise: „Ich habe Chris fast in den Wahnsinn getrieben. Jedes Mal, wenn ich auf eine weitere potentielle Heilungsmethode stieß, setzte ich mich ins Flugzeug und flog hin – Mexiko, Russland, China, die Bahamas, USA, ganz Europa… wo war ich nicht überall?“

Lothar Hirneise - Auf der Suche nach alternativen Therapien.Die Suche mündete schließlich in der Gründung von Menschen gegen Krebs (1997). Teils inspiriert durch People Against Cancer, gegründet von Frank Wiewel, den Hirneise auf einer Konferenz in London kennengelernt hatte. Heute veröffentlicht Menschen gegen Krebs einen Newsletter, organisiert Vorträge, Seminare und Konferenzen, und bietet eine Beratung per Telefon und Ratschläge per Email (Anm.: Das Angebot von Menschen gegen Krebs wurde erweitert. Die aktuellen Angebote erfahren Sie unter www.krebstherapien.de). Für 60 Euro im Jahr wird man Mitglied und kann die Vorteile dieser Angebote nutzen. Hirneise berechnet keine zusätzlichen Gebühren für seinen Rat. Unter Krebspatienten scheint ein großer Bedarf nach unabhängigen Informationen zu bestehen, die in der medizinischen Welt fehlen.
Hirneise: „Die meisten Ärzte sind gute Experten, die ihren Patienten wirklich helfen wollen. Aber… sie arbeiteten in einem schlechten System. Denn woher bekommt ein Arzt letzten Endes seine Informationen? Zunächst einmal von den Universitätsprofessoren. Und wie wird man Professor? Indem man sich im Establishment seinen Weg nach oben arbeitet. Indem man wiederholt, was alle anderen bereits gesagt haben. Es gibt keinen anderen Weg, in einer wissenschaftlichen Gemeinde Professor zu werden. Nun besucht jeder Arzt regelmäßig Konferenzen zu seinem Fachgebiet. Ich war in den letzten drei Jahren nicht auf einer einzigen Konferenz, die nicht von der pharmazeutischen Industrie gesponsort wurde.
Und dann gibt es da Magazine und Fachzeitschriften. Sie sind voll mit Werbung von der pharmazeutischen Industrie. Da stellt sich die Frage, wem diese Magazine gehören. Es gibt nur eine mögliche Schlussfolgerung: In der konventionellen Medizin gehört Unabhängigkeit der Vergangenheit an.”

Hirneise ist ein großer Befürworter eines ganzheitlichen Ansatzes der Krebsbehandlung, die auch nicht-westliche Methoden beinhaltet:
"In all den Jahren, die ich in Krankenhäusern arbeitete, hörte ich nie jemanden von alternativen Wegen sprechen, Krebs zu behandeln. Der durchschnittliche Arzt weiß nichts von Krebstherapien in Russland, Indien, China oder Südamerika, nur als Beispiel. Wenn ich einen Doktor nach solchen Behandlungsmethoden frage, sagt er: ‚Wenn das funktionieren würde, hätte ich schon längst davon gehört.‘ Aber genau das ist der Punkt: Über diese Behandlungsmethoden wird nichts in den Magazinen veröffentlicht, die dieser Arzt liest. So hält sich das System selbst aufrecht. Onkologen wissen nichts darüber. Ganz ehrlich, ich denke das Wort “Onkologe” ist nicht angemessen für die meisten Ärzte, die sich mit Krebs beschäftigen. ‚Chemotherapeut‘ oder ‚Bestrahler‘ wären bessere Beschreibungen. Denn das ist oft alles, was sie tun.”

Copyright © 2003 Tijn Touber

Weiter zu Teil 2 des Interviews…

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