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Schwitzen ist gesund

Niacin (auch bekannt als Vitamin B3 oder Nicotinsäure) ist ein wichtiger Baustein im menschlichen Körper. Wir benötigen Nicacin für grundlegende Stoffwechselprozesse. Zudem hat Niacin eine antioxidative Wirkung. Ein Überschuss an dem B-Vitamin könnte jedoch auch negative Folgen haben.

Denn laut einer aktuellen Studie könnte ein Überschuss an Nicotinamid, einem Derivat des Niacins, eine mögliche Ursache für Diabetes Typ 2 zu sein. Diesen  Überschuss entgiftet der Körper z.B. über die Leber, aber auch beim Schwitzen über die Haut, wie die Wissenschaftler feststellten. Diese Erkenntnis bestätigt erneut einen positiven Aspekt sportlicher Betätigung: Durch den Schweiß werden überschüssige Stoffe, Gifte und Abbauprodukte aus dem Körper gespült.

Möglichkeiten um den Körper richtig ins Schwitzen zu bringen sind Sport, Saunagänge und warme, ansteigende Sitzbäder. Hier ein Ausschnitt aus einer Beschreibung der Studie:

Facing the increasing prevalence of type 2 diabetes worldwide in the past few decades, one may ask what is wrong with humans. Geneticists tell us that the human genome has not changed markedly in such a short time. Therefore, something must be happening in our environment or diet.

The study revealed that diabetic patients have a slow nicotinamide metabolism and thus require a longer time to clear up excess nicotinamide metabolites within the body.

Most interestingly and importantly, this study demonstrates that sweating is an effective way for expelling excess nicotinamide from the body.

Quelle: news-medical.net

Folgende Lebensmittel enthalten das für uns wichtige Niacin: Geflügel, Wild, Fisch, Pilze, Milchprodukte, Eier, Leber, Kaffee, Vollkornprodukte, verschiedenes Obst und Gemüse, Erdnüsse, Weizenkleie, Datteln, Champignons, Bierhefe, getr. Aprikosen und Hülsenfrüchte. 

Das heißt nun natürlich nicht, dass man all diese Lebensmittel meiden sollte. Im Gegenteil: Niacin ist ein wichtiges Vitamin und scheint in gewissen Mengen sogar eine krebsschützende Wirkung zu haben Allerdings sollte man neben einer gesunden Ernährung auch dafür sorgen sollte, dass sich der Körper (z.B. über den Schweiß) entsprechend entgiftet.

Ich wünsche Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und viel Gesundheit.
Andreas Thies

Weiterführende Links und Quellen

Bildquellen

Clark-Therapie in der Kritik

Dieser Blog beschäftigt sich vorwiegen mit alternativen Heilungsmöglichkeiten. Dazu gehört ein kritisches Bewusstsein auch gegenüber bereits weit verbreiteten Therapien. So sind die Clark-Therapie und die dazugehörigen, recht leicht durchzuführenden Reinigungen sehr populär. Gerade in alternativen Heilkreisen schwört man darauf. Frau Clark propagiert u.a. eine Anwendung, die angeblich die Gallensteine aus dem Körper treibt. Was aber ist tatsächlich dran an diesen "Gallensteinen"?

Nun las ich heute einen sehr interessanten Artikel in dem Newsletter der Habichtswald-Klinik über Kuckuckseier im Nest der Naturheilkunde. In diesem findet sich u.a. eine Aufklärung darüber, was es mit diesen vermeintlichen Gallensteinen auf sich hat, die sich nach Hulda Clark angeblich mit ein wenig Bittersalz, Olivenöl und etwas Grapefruitsaft aus den Gallengängen putzen lassen.
Alles Humbug, meint Dr. Volker Schmiedel von der Habichtswaldklinik: Bei den kleinen grünen Steichnchen, die man nach der "Reinigung" im Stuhl findet, handelt es sich nach genauerer chemischer Betrachtung nicht um Gallen-, sondern um Seifensteine. Laut Schmiedel werden die Fettsäuren des Olivenöles unter Einfluss des Grapefruitsaftes chemisch verseift und finden sich dann als wasserunlösliche Steine im Stuhl. Dr. Schmiedel gesteht aber ein, Patienten und Ärzte gesehen zu haben, die unter der Entgiftung nach Hulda Clark eine "deutliche Besserung zahlreicher Beschwerden berichtet haben, die sich nicht alle als Placebo-Effekte erklären lassen". Er führt dies jedoch hauptsächlich auf den drastischen Ausleitungseffekt über den Darm zurück.

Auch wenn es nach außen so scheint, wettert Dr. Schmiedel nicht allgemein gegen die Naturheilkunde, sondern er weist nur darauf hin, dass auch hier nicht alles mit rechten Dingen zugeht und ein kritisches Bewusstsein angebracht ist. Und so schließt er mit den Worten, denen auch ich mich gern anschließen möchte:

"Auch in den naturheilkundlichen Gesellschaften finde ich oft ein nicht mehr erträgliches Maß an Blauäugigkeit gegenüber allem, was auch nur den Anschein des Naturheilkundlichen erweckt. Es läge auch im Interesse der Naturheilkunde, wenn hier die Spreu vom Weizen getrennt würde, denn jeder aufgedeckte "Betrug" diskreditiert nicht nur dieses Verfahren selbst und dessen Anwender (die oft in gutem, aber naivem Glauben gehandelt haben), sondern fällt auf die gesamte Naturheilkunde zurück." Und er zitiert den weisen Pfarrer Kneipp: "Je absonderlicher eine auftauchende Heilmethode ist, desto mehr Freunde und Anhänger gewinnt sie, bis endlich die leichtgläubige Menge einsieht, dass sie betrogen ist und der Heilkünstler sich die Taschen gefüllt hat." ((Vorsicht! – Kuckuckseier im Nest der Naturheilkunde (Naturheilkundlicher Newsletter der Habichtswald-Klinik Kassel) ))