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Fasten – Reboot des Immunsystems


by markusspiske

Leser dieser Webseite wissen, dass ich ein großer Verfechter des (intermittierenden) Fastens bin. Zahlreiche gesundheitliche Effekte sind mittlerweile wissenschaftlich erwiesen. Darunter eine erhöhte Effizienz von Chemotherapien, der Schutz vor neurodegenerativen Erkrankungen und die Bereinigung unserer Zellen von alten und defekten Zellbestandteilen (Autophagie).

Eine neue gesunde Facette des Fasten fördert eine sehr interessante Studie aus dem Jahr 2014 zutage: wiederholte Fastenphasen von zwei bis vier Tagen bewirken einen Reboot des Immunsystems und schützen vor den negativen gesundheitlichen Auswirkungen einer Chemotherapie. Während der Fastenphase kommt es zunächst zu einer Verringerung bestimmter Immunzellen, den so genannten weißen Blutkörperchen oder Leukozyten. Sie tragen wesentlich dazu bei, den Körper vor unverträglichen Stoffen und Krankheitserregern zu schützen. Das Fasten bereinigt den Körper von alten, beschädigten Immunzellen und triggert die Regeneration neuer, funktionstüchtiger Zellen. Weiterhin stellten die Wissenschaftler fest, dass ein dreitägiges Fasten vor einer Chemotherapie die toxischen Effekte durch die Krebsmedikamente (Zytostatika) verringerte.

Eine weitere Studie aus dem gleichen Jahr kommt zu dem Ergebnis, dass Fasten vor Diabetes schützen kann. In den sechs Wochen nach einer Fastenphase kam es bei den Studienteilnehmern nämlich zu einem Abbau des „schlechten“ LDL-Cholesterins. Die Wissenschaftler vermuten, dass der Körper aufgrund des Nahrungsentzugs als alternative Energiequelle u.a. dieses Cholesterin aus den Fettzellen heranzieht. In Folge wird die Insulinresistenz, wie sie bei Typ 2-Diabetes und seinen Vorstadien auftritt, reduziert.

Übrigens lassen sich die positiven Effekte des Fastens auch ohne Fasten erzeugen und mithilfe einer zeitweisen ketogenen Ernährung erzielen. Dazu an anderer Stelle mehr.

Zucker: Die bittere Wahrheit

Ein interessanter englischer Vortrag von Dr. Robert H. Lustig, Professor für Pädiatrie an der University of California. Er spricht über die negativen gesundheitlichen Auswirkungen des steigenden Zuckerkonsums.

EDIT: Wen eine kurze Zusammenfassung des Vortrags interessiert, der kann diese im Blog von Dr. Geldgier nachlesen.

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Weiterführende Links

Schwitzen ist gesund

Niacin (auch bekannt als Vitamin B3 oder Nicotinsäure) ist ein wichtiger Baustein im menschlichen Körper. Wir benötigen Nicacin für grundlegende Stoffwechselprozesse. Zudem hat Niacin eine antioxidative Wirkung. Ein Überschuss an dem B-Vitamin könnte jedoch auch negative Folgen haben.

Denn laut einer aktuellen Studie könnte ein Überschuss an Nicotinamid, einem Derivat des Niacins, eine mögliche Ursache für Diabetes Typ 2 zu sein. Diesen  Überschuss entgiftet der Körper z.B. über die Leber, aber auch beim Schwitzen über die Haut, wie die Wissenschaftler feststellten. Diese Erkenntnis bestätigt erneut einen positiven Aspekt sportlicher Betätigung: Durch den Schweiß werden überschüssige Stoffe, Gifte und Abbauprodukte aus dem Körper gespült.

Möglichkeiten um den Körper richtig ins Schwitzen zu bringen sind Sport, Saunagänge und warme, ansteigende Sitzbäder. Hier ein Ausschnitt aus einer Beschreibung der Studie:

Facing the increasing prevalence of type 2 diabetes worldwide in the past few decades, one may ask what is wrong with humans. Geneticists tell us that the human genome has not changed markedly in such a short time. Therefore, something must be happening in our environment or diet.

The study revealed that diabetic patients have a slow nicotinamide metabolism and thus require a longer time to clear up excess nicotinamide metabolites within the body.

Most interestingly and importantly, this study demonstrates that sweating is an effective way for expelling excess nicotinamide from the body.

Quelle: news-medical.net

Folgende Lebensmittel enthalten das für uns wichtige Niacin: Geflügel, Wild, Fisch, Pilze, Milchprodukte, Eier, Leber, Kaffee, Vollkornprodukte, verschiedenes Obst und Gemüse, Erdnüsse, Weizenkleie, Datteln, Champignons, Bierhefe, getr. Aprikosen und Hülsenfrüchte. 

Das heißt nun natürlich nicht, dass man all diese Lebensmittel meiden sollte. Im Gegenteil: Niacin ist ein wichtiges Vitamin und scheint in gewissen Mengen sogar eine krebsschützende Wirkung zu haben Allerdings sollte man neben einer gesunden Ernährung auch dafür sorgen sollte, dass sich der Körper (z.B. über den Schweiß) entsprechend entgiftet.

Ich wünsche Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und viel Gesundheit.
Andreas Thies

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