Der GreenApo Adventskalender: 24 Tage, 24 auf 24 Artikel

 

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18. Februar 2011

Spirituelle Vermeidung / Spiritual Bypassing

Der Begriff Spiritual Bypassing wurde vor allem durch den integralen Psychotherapeuten Robert Augustus Masters geprägt, der im letzten Jahr ein Buch zu dem Thema veröffentlichte. Unter Spiritual Bypassing (zu Deutsch: Spirituelle Vermeidung/Umgehung) versteht man die Vermeidung von emotionalem Schmerz, Verletzung und Traumata unter Verwendung spiritueller Lehren und Praktiken. Anstatt sich den Abgründen (Schatten) der Psyche also wirklich zu stellen, geht man ihnen aus dem Weg, unterdrückt und verharmlost sie. Nicht nur eher oberflächliche Spiritualität kann dazu missbraucht werden, sondern auch ausgeklügeltere Systeme, wie z.B. der Buddhismus.

Grund für das Vermeidungsverhalten ist die Angst vor den aufsteigenden Gefühlen und vor der Beschäftigung mit einer vielleicht traumatischen Vergangenheit. Dies kann den psychotherapeutischen Prozess offensichtlich nicht nur ins Stocken bringen, sondern auch ins Gegenteil umschlagen und die Probleme verstärken. Der kanadische Therapeut Douglas Todd widmet sich in der aktuellen Ausgabe der Vancouver Sun speziell dem Phänomen Eckhart Tolle:

Therapists worry Eckhart Tolle causes people to deny their painful pasts

The Power of Now may be harmful to your psychological health, if you take it too literally. Canadian psychotherapists say some troubled clients are crashing after reading Eckhart Tolle’s world-famous books, which teach that the secret to ending your suffering is “to live in the now.”
The head of Canada’s Institute of Family Living says her therapists are having clients who have suffered severe sexual abuse stop trying to face their past ordeals after taking the Vancouver spiritual teacher’s online courses, where they’re taught they must “stay in the present.”
Diane Marshall is one of many counsellors reporting that traumatized clients are dropping out of the therapeutic healing process after reading Tolle and concluding they must minimize their pasts, cease planning their futures and “honour and accept the Now.” When patients treat such doctrines as the unembellished spiritual truth, therapists say they  often try to ignore the fear associated with their dreadful upbringings. As a result, many are thrown into a severe crisis.
Many clients are “using denial and avoidance in the name of ‘living in the now,’” Marshall told me in an interview. Their anxiety and depression then “sneaks up on them and they are slammed into a real setback.”

Hier weiterlesen…

(via Integral Options Cafe)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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12. Februar 2011

Thomas Metzinger & Richard David Precht

Thomas Metzinger ist einer meiner Lieblingsphilosophen. In diesen Interview, mit dem ebenfalls sehr bekannten Richard David Precht, spricht Metzinger über den Einfluss, den die Neurowissenschaft auf unser Bild vom Menschen hat.

Teil 2

Teil 3

Teil 4

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9. Februar 2011

Carbs against Cardio

Auch die Main Stream Media-Kanäle berichten immer häufiger über den Irrtum, der der Empfehlung zugrunde liegt, sich fettarm zu ernähren. Es kristalisiert sich immer deutlicher heraus, dass nicht Fett sondern Kohlenhydrate in ihrer konzentrierten und verarbeiteten Form die Übeltäter sind.
Bereits im April letzten Jahres erschien in einer "der ältesten und weltweit angesehensten populärwissenschaftlichen Zeitschriften", dem Scientific American-Magazin ein guter Artikel, der das Thema beleuchtet.

Carbs against Cardio: More Evidence that Refined Carbohydrates, not Fats, Threaten the Heart

Whether the new thinking will be reflected in this year’s revision of the federal dietary guidelines remains unclear

Eat less saturated fat: that has been the take-home message from the U.S. government for the past 30 years. But while Americans have dutifully reduced the percentage of daily calories from saturated fat since 1970, the obesity rate during that time has more than doubled, diabetes has tripled, and heart disease is still the country’s biggest killer. Now a spate of new research, including a meta-analysis of nearly two dozen studies, suggests a reason why: investigators may have picked the wrong culprit. Processed carbohydrates, which many Americans eat today in place of fat, may increase the risk of obesity, diabetes and heart disease more than fat does—a finding that has serious implications for new dietary guidelines expected this year.

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8. Februar 2011

Zitat des Tages (8.2.2011)

"If you notice the wonderful smell of the rain, instead of just moving quickly past the experience without deeply appreciating it, you can prolong your contact with this wonderful sensation. Pause for a moment and really let yourself experience the smell of the rain. If you are struck by the blueness of the sky, linger for a moment and breathe mindfully, taking in the wonderful blue color. Don’t rush past these marvelous experiences, treating them as if they are unimportant. To treat them as unimportant is ultimately to treat yourself as unimportant. This is your life: enjoy it!"

- Thomas Bien

 

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Studying SuperAgers

Der Direktor des Institute for Aging Research Nir Barzilai und die Co-Direktorin Ana Maria Cuervo sprechen über die Geheimnisse der SuperAgers. Dies sind Menschen, die sehr alt werden (oft über 100 Jahre) und bis ins hohe Alter erstaunlich gesund sind.

Interessanterweise befinden sich unter ihnen fast keine Vegetarier. Wichtigere gesundheitliche Marker scheinen vielmehr ein hoher HDL- und niedrige IGF-Wert zu sein. Auch niedriges Insulin scheint ein möglicher Teil ihre Geheimnisses zu sein.

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25. November 2010

Talking to the Enemy

"Der renommierte Anthropologe Dr. Scott Altran ergründet die Denkweise radikalisierter Menschen im einundzwanzigsten Jahrhundert und die evolutionären Ursprünge von Religionen weltweit":

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Ist die Handy-Strahlung gesundheitsschädlich?

Nein, ist sie nicht. – Das behauptet zumindest Prof. Christopher Davis. Seine Argumente legt er in diesem Vortrag dar (die vier restlichen Teile können bei Youtube bestaunt werden):

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Wolf Schneider: Meine Mutter

Gefunden in Wolf Schneiders »Tagebuch fürs Wesentliche«:

Meine Mutter

Heute morgen ist meine Mutter gestorben. Gegen Mittag war ich bei ihr, ich durfte noch eine halbe Stunde dort sein, eh sie abtransportiert wurde in den Kühlraum. So bei ihr zu sitzen, wie sie so still dalag – wunderbar! Schon auf der Herfahrt und dann auch dort bei ihr weinte ich viel – ein erlösendes Schluchzen, das sich wie ein warmer Regen über mich ergoss, der so vieles wegspült und die Erde tränkt. 87 Jahre hat sie gelebt, das ist genug. »Ich will nicht mehr«, hatte sie so oft gesagt in den letzten Tagen.

Ein kafkaeskes System

Das Krankenhaus drumrum, in das sie leider eingeliefert werden musste, ist ein riesiger Betrieb mit so vielen Automatismen. So vieles daran wird den Menschen nicht gerecht. Sie bewegen sich daran wie Gestalten in einem Roman von Kafka, die Dinge tun, weil »es so sein muss« Vom Essen, über die Hygiene bis zum Maschinenaufwand und den ärztlichen Entscheidungen ist das Krankenhaus ein riesiger Apparat, der die Menschen, Personal wie Patienten, in sich aufnimmt und dann wieder ausspuckt, tot oder lebendig.

Um 9.30 h hatte ich per Telefon von meiner Schwester erfahren, dass meine Mutter in der Nacht gestorben war. Rief dann gleich am Krankenhaus an, noch weinend (aber doch klar genug sprechend), ob ich noch bei ihr sein dürfe, meine Schwester habe mir gesagt, sie würde dort nur bis 11 h liegen, und ich brauche doch zwei Stunden mit dem Auto. »Warum rühren Sie sich erst jetzt, sie haben doch schon um 7 Uhr Bescheid bekommen!«, ranzte mich die Frau am Telefon an, so wie man in einem Internat einen Schüler maßregelt, der die Ausgangszeiten nicht eingehalten hat. Schließlich wurde mir die Gnade gewährt, dass sie noch bis 13 dort liegen würde. Und dann um 13 h, eine andere Person, ganz jovial: »Ach, auf die zehn Minuten kommt es nun auch nicht an!«

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Denis Dutton: A Darwinian theory of beauty

Der Philosophieprofessor Denis Dutton erläuter seine Theorie über die Entstehung des ästhetischen Empfindens.

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23. November 2010

“Den Sterbeprozess zu verkennen, ist ein Kunstfehler”

Der Arzt Michael De Ridder in einem sehr interessanten Interview mit der ZEIT. Er spricht über die Angst vor dem Sterben, Möglichkeiten der Palliativmedizin und die Sterbehilfe.

"Den Sterbeprozess zu verkennen, ist ein Kunstfehler"

Moderne Medizin kann vieles – doch wann darf ein Mensch das Leben verlassen? Der Arzt Michael de Ridder ist dem Tod 1000-mal begegnet. Ein Gespräch über den Tod

Frage: Herr de Ridder, es war Allerheiligen und Volkstrauertag, am vergangenen Wochenende war Totensonntag. Bedeuten Ihnen solche Gedenktage etwas?

Michael de Ridder: Nein. Ich bin zwar streng katholisch erzogen worden: Messdiener, Weihrauch schwenken bei Hochämtern, Jesuitenschule… Davon ist gar nichts übrig geblieben. Also geben mir auch diese Tage nichts.

Frage: Sie meiden die Grabstätten Ihrer Angehörigen?

de Ridder: Ich gehe gerne auf Friedhöfe, ich pflege auch das Grab meiner Mutter in Kreuzberg, ich pflanze Blumen an. Nur nicht an speziellen Tagen, sondern wenn ich Lust dazu verspüre. Ich vergegenwärtige mir dann meine Mutter, ich weiß, dass Fäulnisprozesse sie da unten längst mit dem Erdreich haben eins werden lassen, ich denke an meine eigene Endlichkeit und spüre, dass ich mit großer Unsicherheit vor den Ereignissen Sterben und Tod stehe.

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