Archiv der Kategorie: Interviews

Interviews mit außergewöhnlichen Menschen.

Chris Beat Cancer

Chris Wark war 26 Jahre alt, als ihm die Ärzte Darmkrebs diagnostizierten. Man operierte ihn und entfernte ein Drittel seines Darms. Anschließend sollte eine Chemotherapie folgen, die Chris jedoch ablehnte. Er recherchierte nach anderen Möglichkeiten und strickte sich seine eigene Krebstherapie. Heute, sieben Jahre später, ist Chris frei von Krebs. Fox News machte ein Interview mit ihm und seiner Mutter:

Christopher Hitchens on ABC1 Lateline

Christopher Hitchens ist hierzulande nicht sehr bekannt. In den USA sieht das jedoch anders aus: Sein investigativer Journalismus und nicht zuletzt seine Rolle als – im positivsten Sinne des Wortes – streitbarer Atheist, haben ihn im englischsprachigen Ausland berühmt gemacht. Im Juni 2010 wurde bei Christopher Hitchens Speiseröhrenkrebs diagnostiziert. In diesem Interview spricht er über seine Erfahrung mit der Krankheit und die Versuche der Menschen, ihn im Angesicht des Todes zum Glauben zu bekehren.

Buchrezension: Geheilt! Wie Menschen den Krebs besiegten

Schwester Huberta führt ein glückliches Leben: Mit 20 Jahren tritt die Ordensfrau den Marienschwestern vom Karmel bei. Ein "tätiger Orden", wie sie selbst sagt. Er betreibt Kneippkurhäuser, Kindergärten, Altenheime und eine Schule. Die damals 40-jährige hält hier Seminare und ist sehr beliebt und aktiv. Plötzlich die erschütternde Diagnose: Brustkrebs. Ein großer Schock für die gläubige Frau. Kurz darauf folgen Operation, Lymphknotenentfernung und Chemotherapie.

Zunächst scheint alles gut: Zwölf Jahre lang. Doch dann wird Schwester Huberta wieder krank. Eine Erkältung, wie sie zunächst glaubt. Bei einer anschließenden Untersuchung stellen die Ärzte jedoch Metastasen in ihrer Lunge fest. Erneut muss die lebensfrohe Frau eine Chemotherapie über sich ergehen lassen. Leider ohne Erfolg und mit schweren Nebenwirkungen. Schließlich lehnt die Ordensfrau eine weitere chemotherapeutische Behandlung ab. Stattdessen begibt sie sich in eine homöopathische Klinik in die Schweiz und beginnt eine Vitaminkur.

Das Unglaubliche passiert

Nach drei Monaten lässt Schwester Huberta eine Nachkontrolle im Krankenhaus machen. Die Ärzte können es nicht glauben: Sämtliche Metastasen in der Lunge sind zurückgegangen. Eine große Überraschung und Freude für alle. Auch Jahre später noch, mit über 60 Jahren, ist Schwester Huberta weiterhin krebsfrei. Heute hält sie wieder Seminare, macht Körperübungen und meditiert täglich. Sie achtet auf Ihre Ernährung und hat zu einer ganz eigenen Gelassenheit gefunden: "Nicht die Frage ‚Warum?‘, sondern ‚Wozu?’" liege ihr am Herzen. Ganz bewusst habe sie sich für das Vertrauen entschieden. Und man glaubt ihr jedes Wort.

Diese bewundernswerte Kraft, die von Menschen wie Schwester Huberta ausgeht, überträgt sich beim Lesen. Sie wirkt wie ein Elixir. Immer wieder bekomme ich eine Gänsehaut und das Gefühl: Heilung? Ja, die gibt es!

Verschiedene Wege, den Krebs zu überleben

Die Geschichte von Schwester Huberta ist nur eine von 20 in diesem Buch. "Weder wollen noch können wir beurteilen, welche Wege die Besten sind, was erfolgsversprechend ist und was weniger. Wir möchten jedoch aufzeigen, dass es nicht nur einen einzigen Weg gibt, den man gehen kann.", so die beiden Autoren. Und diesem Ziel werden sie durchaus gerecht. Denn das Buch zeigt, dass das Überleben bei Krebs unterschiedlicher nicht sein könnte. Menschen aller Altergruppen und Geschlechter, Krebserkrankungen unterschiedlichster Art und Schweregrade, nach Jahren zurückgeworfene oder "nur" einmal betroffene Menschen sind hier vertreten.

Und auch bei den Therapieformen ergibt sich eine facettenreiche Mischung: Von Chemotherapie und Bestrahlungen über Homöopathie, Vitaminkuren und spirituellen Therapien ist alles dabei. Oft ist es die Kombination aus konventionellen und alternativen Wegen, die die Betroffenen zum Ziel führt. Doch was auch immer den Krebs letztendlich bei ihnen geheilt hat, eines ist allen Helden aus Geheilt! gemeinsam…

Vom rechten Glauben

Alle Betroffenen entpuppen sich im Verlauf Ihrer Geschichten als Kämpfende. Dabei scheinen sie oft erst im Angesicht der Erkrankung ihre innere Stärke zu entdecken und sich der Verantwortung bewusst zu werden, dass Heilung auch im Kopf passiert. Mal nennen sie es Gottvertrauen, mal den Glauben in die Fähigkeit, sich selbst zu heilen. Mal klingt es trotzig, fast ein wenig ängstlich, dann wieder voller Überzeugung und Inbrunst. Stets aber ist dieser Optimismus mit an Bord.

Als Leser kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass diese innere Einstellung in jedem Fall zur Heilung beiträgt. Denn aus ihr entsteht offensichtlich nicht nur ein intuitives Gefühl für das, was richtig ist und einem gut tut, sondern oft auch eine neue Liebe zum Leben und eine Wertschätzung für die Dinge, die man bereits hat. Das wiederum stärkt den Wunsch, sich der Herausforderung zu stellen, an ihr zu wachsen und die Zeit auf Erden zu genießen.

So paradox das für Außenstehenden manchmal erscheint: Krebs ruft bei Betroffenen nicht nur Trauer, Leid und Gedanken an den Tod hervor. Die Krise ist für viele Menschen gleichzeitig auch eine Chance, um zu einem neuen Bewusstsein über sich und das Leben zu gelangen.

Heilung, wie geht das?

Geheilt! Wie Menschen den Krebs besiegten ist nicht nur eine schöne Sammlung an teils dramatischen, jedoch stets aufbauenden Geschichten, sondern indirekt auch ein Ratgeber. Das Buch ist ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass die Faktoren, die zur Heilung führen, vielfältig sind und auch das soziale Umfeld der Betroffenen einschließen. Und so ist es nicht nur eine empfehlenswerte Lektüre für Betroffene, sondern auch für deren Freunde und Angehörige. Letztere können hier viel über das Innenleben eines Krebspatienten erfahren: Seine Ängste, Hoffnungen und seine Gründe für Therapieentscheidungen.

Betroffene wiederum finden in diesem Buch nicht nur Kraft und Inspiration, sondern auch konkrete Therapiemöglichkeiten, Buchtipps, Kontakte und Adressen. In einem abschließenden Nachwort fassen die beiden Autoren und Journalisten Dr. Thomas Hartl und Reinhard Hofer (der selbst mit seiner eindrucksvollen Genesungsgeschichte vertreten ist) ihre Erfahrungen zusammen und berichten von den Erfolgsrezepten der Geheilten.

Mein Fazit

Die Autoren haben nicht nur bei der Recherche, sondern auch bei ihrer Umsetzung ganze Arbeit geleistet. Das Buch ist eine wundervolle Mischung aus spannend erzählten Geschichten und bewegenden Interviews. Es hebt sich auf schöne Weise von der nüchternen Distanz vieler Krebs-Ratgeber ab und verzichtet gleichzeitig auf übermäßige Sentimentalität oder Panikmache. Auch den Autoren scheint die Frage nach dem "Wozu?" wichtiger, als die Frage nach dem "Warum?".

Geheilt! Wie Menschen den Krebs besiegten macht Betroffenen und Angehörigen gleichermaßen Mut. Es informiert und erlaubt einen Blick hinter die Kulissen oft unglaublicher Heilungsgeschichten. Mein Fazit: Wenn positive Gedanken zur Gesundung eines Menschen beitragen können, dann ist dieses Buch die beste Medizin.

Alles Gute und viel Gesundheit
Andreas Thies

 

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Die Wahrheit über AIDS?

Die preisgekrönte Dokumentation House of Numbers zeigt eine etwas andere Sicht auf die Immunschwäche AIDS. Herkunft und Bedeutung dieser Erkrankung stehen schon eine Weile auf dem Prüfstand. Sogar hochrangige Wissenschaftler äußerten kürzlich Zweifel an der AIDS-Theorie. Der Film dürfte der Diskussion weiteren Brennstoff liefern.

In dem kurzen Trailer sehen wir den Entdecker des HI-Virus und Nobelpreisträger Prof. Luc Montagnier. Das Video ist bisher leider nur mit englischen Untertiteln erschienen.

Diskutieren Sie dieses Thema auch im Krebscafe-Forum.

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Anticancer: A New Way of Life

Der berühmte Mediziner, Psychologe und Autor David Servan-Schreiber spricht in diesem Video (auf Englisch) darüber, wie sich die Heilungschancen bei Krebs wesentlich verbessern lassen.

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Medizinerin Mühlhauser: Weniger Kontrolle ist besser

Die Kritik an den Krebs-Vorsorgeuntersuchungen wird immer lauter. Nach dem Medizinstatistiker Hans-Hermann Dubben meldet sich nun die Medizinerin und Gesundheitsforscherin Ingrid Mühlhauser zu Wort. Unter folgendem Link finden Sie ihr Interview mit dem Deutschlandradio:

Medizinerin Mühlhauser: Weniger Kontrolle ist besser

Krebs: Die beste Strategie ist die eigene

Es gibt ein altmodisches Wort: Demut. Und das verstehe ich so, dass wir lernen können, unsere Wünsche dem Möglichen anzupassen. Vielen Patienten von uns gelingt das. Und die führen dann oft wieder ein sehr gutes Leben. Deswegen müssen Ärzte auch Sätze wie "Ich kann nichts mehr für Sie tun" oder "Es gibt keine Hoffnung" ein für alle Mal aus ihrem Repertoire streichen! Sie können immer etwas tun, und es gibt immer Hoffnung! Auch dann, wenn keine Aussicht auf Heilung besteht.

Ein Arzt mit Vorbildfunktion! Hier geht’s zum Rest des Interviews…

Ganzheitliche Krebsberatung – Ein Interview mit Elke Linder

Ganzheitliche Krebsberatung

Krebsbetroffene, die sich für alternative Therapien interessieren, stehen oft alleine da, denn noch beschränkt sich das Therapieangebot der Ärzte, die Krebs diagnostizieren, meist auf konventionelle Methoden, wie Chemotherapie, Bestrahlung oder Operationen. So müssen sich Patienten eigenverantwortlich auf die Suche nach Alternativen oder unterstützenden Maßnahmen begeben. Keine leichte Aufgabe im Dschungel der Angebote. Zumal im Angesicht der gesundheitlichen Bedrohung meist die Energie und geistige Klarheit für solch eine Recherchearbeit fehlen. Zum Glück gibt es seit eingen Jahren ganzheitliche Krebsberater wie Elke Linder.

Ganzheitliche Krebsberater übernehmen die aufwändige Recherche und sondieren, im Gespräch mit dem Patienten, die zur Verfügung stehenden Therapieoptionen. Sie vermitteln Betroffenen wichtige Grundlagen für den Heilungsweg, geben konkrete Anleitung für verschiedene Anwendungen und stellen Kontakte zu Therapiezentren, Ärzten und anderen Therapeuten her. Eine unentbehrliche Arbeit, die die Krebsberater leisten, und die in Zukunft sicher immer populärer werden wird. Das Krebscafe hat die langjährige Krebsberaterin Elke Linder über die Hintergründe ihrer Arbeit befragt und mit ihr über Krebs und seine Heilung gesprochen.

Frau Linder, erzählen Sie unseren Leser doch kurz, wer Sie sind und wie Sie zu dem spannenden Beruf einer ganzheitlichen Krebsberaterin kamen.

Die ganzheitliche Krebsberatering Elke LinderElke Linder: Zuerst einmal möchte ich mich bei Ihnen für das Interesse an meiner Arbeit bedanken.
Ich selber interessiere mich schon seit langer Zeit für naturheilkundliche Therapien und habe im Zuge dessen vor nunmehr 15 Jahren mit einer Heilpraktikerausbildung begonnen. Zum Themenschwerpunkt Krebs kam ich durch die Krebserkrankung meiner Mutter, die an Gallenblasenkrebs erkrankt war. Ich war damals sehr auf der Suche nach möglichen Therapieoptionen, konventionell und komplementär, und bin dort zum ersten Mal auf den Verein Menschen gegen Krebs gestoßen und dort Mitglied geworden. 2003 wurde erstmals eine Ausbildung zur Ganzheitlichen Krebsberaterin angeboten, die sofort mein Interesse weckte, ich bewarb mich dort und wurde – glücklicherweise – genommen. Seit 2005 arbeite ich nun als Ganzheitliche Krebsberaterin und war zwischenzeitlich, im Rahmen der 3. Meinung für Krebspatienten, im jetzigen 3E-Zentrum in Buoch tätig. Für den Verein Menschen gegen Krebs arbeite ich zusätzlich an der Telefonhotline, wo Betroffene sich hinwenden können, wenn sie Fragen zu Therapien, Ärzten oder andere Anliegen haben. Desweiteren bin ich als Redakteurin für die Mitgliedszeitschrift “Krebs als Chance” tätig – allesamt Aufgaben, die mich sehr ausfüllen.

Was macht eine Krebsberaterin genau und welche Hilfe können Sie betroffenen Menschen anbieten?

Elke Linder: Als Krebsberaterin informiere ich Betroffene, oder auch nur an der Thematik interessierte Mitmenschen, über mögliche Therapieoptionen, sowohl konventionell, als auch komplementär. Das Ergebniss meiner Beratung sollte sein, dass der Patient mit einem guten Gefühl nach Hause geht. Mit dem Gefühl: "Ja, ich werde wieder gesund! Es gibt Krebstherapien, die mich bei meinem Heilungsprozess positiv unterstützen können, und ich selber kann viel dazu beitragen, wieder gesund zu werden!". Untersuchungen bei weit fortgeschrittenen Krebserkrankungen zeigen deutlich, dass vor allem die Krebspatienten überlebt haben, welche die Zerstörung des Tumors nur als Teil eines ganzheitlich orientierten Therapieplans sehen. Die radikale Entfernung oder die schnelle Zerstörung des Tumors durch Chemotherapie und Bestrahlung spielt zwar weiterhin eine Rolle, aber auf langfristige Sicht nicht die alles entscheidende. Viele erfolgreiche, alternative Krebstherapien aus aller Welt sind kaum bekannt. Ich möchte diese Lücke gerne schließen und auch über diese erfolgreichen, komplementären Krebstherapien informieren. Nur mit Wissen kann der Betroffene gemeinsam mit seinem Arzt eine speziell auf ihn zugeschnittene Therapieoption erarbeiten und auch erfolgreich umsetzen. Je mehr Informationen der Patient hat, umso besser kann ER entscheiden, welchen Weg er gehen möchte – alternativ oder begleitend.

Eine wichtige Säule Ihrer Arbeit ist das so genannte 3E-Programm. Was kann man sich darunter vorstellen?

Elke Linder: Das so genannte 3E-Programm setzt sich zusammen aus den Teilen Ernährung, Entgiftung (konsequent Gifte ausscheiden und das Aufnehmen neuer Giftstoffe bzw. belastender Faktoren, vermeiden) und Energiearbeit. Ich möchte kurz auf jeden einzelnen Punkt eingehen.

Gute Ernährungskonzepte bei einer Krebserkrankung werden leider viel zu häufig ignoriert. Die Ernährung vieler Menschen besteht heutzutage aus verarbeiteter, also schon “toter” Nahrung, die unserem Organismus meist nur das Hungergefühl nehmen, ihn aber nicht mit den notwendigen Vitaminen, Spurenelementen und auch Biophotonen versorgt. Dies jedoch benötigen wir, damit unser Körper gesund bleibt und die Zellen ihrer zugedachten Arbeit nachgehen können. Gerade Krebspatienten sollten unbedingt darauf achten, frische, naturbelassene Nahrung mit einem hohen Lichtgehalt zu sich zu nehmen, damit der Organismus zum einen mit den benötigten Nährstoffen versorgt wird und zum anderen nicht mit “toter” Nahrung zusätzlich belastet wird.

Der Punkt Entgiftung sollte aus gleich mehreren Gründen unbedingt in ein Behandlungskonzept mit integriert werden. Fr. Dr. Kousmine konnte schon vor Jahren nachweisen, dass ein Tumor wie eine “zweite Leber” fungiert und ein Tumor ein Vielfaches mehr an Giftstoffen aufnehmen kann wie unser großes Entgiftungsorgan, die Leber. Ein Tumor ist demzufolge in der Lage Giftstoffe zu neutralisieren. Im Umkehrschluss lässt sich annehmen, dass ein Tumor entsteht, wenn unsere Entgiftungsorgane ihre Arbeit alleine nicht mehr bewältigen können und zuviele belastende Faktoren von außen auf sie einwirken. Dies kann zum einen falsche Ernährung sein, aber auch geopathologische Faktoren und seelischer Stress, alles Faktoren, die über einen längeren Zeitraum negativ auf unser Zellmilieu einwirken und den Grundstein für eine Tumorenstehung legen können.

Energiearbeit beinhaltet unter anderem die Punkte Synergetik, Kausanetik, Visualisierung, aber auch Meditation und andere Verfahren, die sich günstig auf den Energiefluss auswirken können (z. B. Tai Chi, Qigong u. v. a.). Hierbei wird ein wichtiger Augenmerk auf die energetischen Herausforderungen der Krebserkrankung gelegt. Die Patienten erlernen Techniken, die die Selbstheilungskräfte des Körpers stärken, und lernen, wie positiv sich Visualisierung und positive Affirmationen auf die Erkrankung auswirken können. Gemeinsam mit dem Patienten wollen wir herausfinden, wo die eigenen Ursachen einer Krebserkrankung bei jedem einzelnen Patienten liegen können (Kausanetik), um sie mit geeigneten Techniken (z. B. Synergetik) positiv zu beeinflussen und ein geeignetes Lebenskonzept zu erstellen.

Lothar Hirneise und die ganzheitlichen Krebsberater betonen immer wieder den hohen Stellenwert einer gesunden Ernährung bei Krebs, z.B. duch die Öl-Eiweiß-Kost nach Dr. Johanna Budwig. Was hat es damit auf sich?

Elke Linder: Die Ernährungswissenschaftlerin Frau Dr. Johanna Budwig entdeckte während Ihrer Arbeit in der Fettforschung, dass hochungesättigte Fettsäuren in Kombination mit schwefelhaltigem Eiweiss ausschlaggebend für eine funktionierende Zellatmung sind. Zusammen mit schwefelhaltigem Eiweiss spielen Fettsäuren die entscheidende Rolle bei der Sauerstoffaufnahme sowie –verwertung der Zelle, bei Wachstumsprozessen, Blutbildung etc. Weiterhin wird der Körper dadurch in die Lage versetzt, Elektronen aufzunehmen, wodurch die natürliche Zellatmung angeregt wird. Wir Menschen sind Heliotropen, d. h. „Lichtwesen“, die das Licht mit seinen Elektronen benötigen, damit der Gesamtorganismus und die Zellteilung richtig funktionieren kann. Tumorzellen haben einen gestörten Stoffwechsel mit anaerober Verbrennung. Daraus resultiert, dass der Körper übersäuert wird und die Zellteilung nicht mehr richtig funktionieren kann.

Der tägliche Verzehr von Quark und Leinöl (zusammen mit Milch) bewirkt eine erneute aerobe Verbrennung. Die Übersäuerung wird gestoppt und der Zellstoffwechsel normalisiert sich. Hierbei ist besonders darauf zu achten, dass der Quark mit dem Leinöl und der frischen Milch (nicht hocherhitzt und homogenisiert; am besten Rohmilch) vermischt wird. Erst hieraus entsteht das benötigte Lipoproteid, das vom Körper richtig verstoffwechselt werden kann. Unterstützend und entsäuernd wirkt der Verzehr von basischen Lebensmitteln (Obst, Gemüse, Salat, Buchweizen u. v. m.). Dass im Rahmen der Öl-Eiweiss-Kost auf Fleisch, Zucker und andere Säurebildner komplett verzichtet werden muss, versteht sich von selbst. Besonders hervozuheben ist hierbei der vollständige Verzicht auf Fleisch- und Wurstwaren, der den Körper übersäuert und den Krebszellen erst das benötigte Milieu schafft, um sich ungehemmt teilen zu können. Auch ein vollständiger Verzicht auf Zucker ist unumgänglich. Krebs führt einen eigenen Stoffwechsel im Körper und braucht zur Zellteilung Zucker! Zucker ist zwar süß, wird aber sauer verstoffwechselt.

Eine große Herausforderung, der man sich als Krebspatient bei der Suche nach einer alternativen Therapie gegenübergestellt sieht, ist deren Vielzahl. Wie finde ich als Patient die richtige alternative Therapie? Wie kann ich feststellen, ob sie mir helfen kann?

Elke Linder: Hier sprechen Sie einen wichtigen Punkt an. Es gibt auf dem Markt ausgesprochen viele Therapien, die es einem Patienten sehr schwer machen können, die für ihn richtige Therapie zu erkennen. Um dem Patienten bei seiner Theapiewahl zu unterstützen, arbeiten wir Krebsberater im Vorfeld einer Beratung mit so genannten Fragebögen, wo detailliert Fragen zum Patienten gestellt werden: Wie ist die Ernährung, der aktuelle Status quo, frühere Erkrankungen, aktuelle Laborwerte, in welchen Lebenssystemen besteht der meiste Stress etc. Hierdurch gelingt es uns meist schon im Vorfeld, infragekommende Therapien herauszufiltern und zu sehen, welche Therapie bei jedem einzelnen Patienten am meisten Sinn machen würde. Während des Beratungsgespräches, das meist mehrere Stunden umfasst, versuchen wir gemeinsam mit dem Patienten ein Konzept zu erarbeiten, das er zuhause direkt umsetzen kann. Ich halte diesen Punkt für ganz wesentlich, der Patient MUSS aktiv werden und selber an seiner Heilung aktiv mitarbeiten und zwar konsequent, jeden Tag. In Kombination mit geeigneten Therapien lassen sich so sehr gute Ergebnisse erzielen. Aber auch hier sollte der Patient erkennen, dass ein Therapeut mit einer geeigneten Therapie, sei es z. B. Galvano, Infusionstherapien u. s. w., nur unterstützend mithelfen kann, die Hauptarbeit muss der Patient leisten. Letztendlich geht der Patient mit einem ausgearbeiteten Dossier nach Hause, in dem noch einmal detailliert auf die Dinge eingegangen wird, die er selber zu Hause umsetzen kann, zum anderen aber auch Therapieoptionen und geeignete Ärzte- und Therapeutenadressen enthält.

Raten Sie Menschen grundsätzlich von einer konventionellen Krebstherapie ab?

Elke Linder: Nein, absolut nicht. Jeder Patient muss letztendlich seine Therapie selber wählen, ganz bewusst. Wenn ein Patient von dem Nutzen einer Chemotherapie oder Bestrahlung überzeugt ist, würde ich ihm niemals davon abraten. Letztendlich muss jeder Patient für sich die Therapie finden, von der er überzeugt ist, dass sie ihm hilft. Wir wollen mit unserer Arbeit nicht missionieren, sondern lediglich auch auf andere Behandlungsmethoden aufmerksam machen. Für welche Therapie sich jeder Einzelne dann entscheidet ist jedem freigestellt. In manchen Fällen kann sogar eine Chemotherapie angezeigt sein, allerdings gibt es auch hier Unterschiede, z. B. wäre eine regionale Chemotherapie bei epithelialen Krebsarten einer systemischen Chemotherapie sicherlich vorzuziehen. Wichtig ist einfach, dass man sich im Vorfeld darüber informiert, was es an Möglichkeiten gibt und ob nicht andere zytotoxische Therapien, wie z. B. Hochdosiertes Vitamin C in Kombination mit reduziertem L-Glutathion, Ukrain-Infusionen oder auch die Galvanotherapie – um hier nur einige zu nennen – vielleicht sinnvoller sind, da sie weniger bis gar keine Nebenwirkungen haben.

Was zeichnet Ihrer Erfahrung nach Menschen aus, die Ihre Krankheit überwunden haben?

Elke Linder: Das ist eine interessante Frage, die man unbedingt näher beleuchen sollte. Letztendlich gilt bei jeder Krebserkrankung die Devise: Wenn sich nichts ändert, ändert sich nichts. Für Krebspatienten ist es wichtig, dass sie zuerst verstehen, dass jeder Weg der Änderung mit der Einsicht beginnt, dass sich etwas ändern muss. Patienten, die in einem finalen Stadium überlebt haben, haben durchweg drastische Lebensänderungen vorgenommen. Sie haben selber sehr aktiv an ihrer Heilung mitgewirkt und sie somit sehr positiv beeinflussen können. “Krebs als Chance” zu begreifen, sich mit sich, seinem Leben, seinen Emotionen, Wünschen und Zielen zu befassen ist ein ganz wesentlicher Punkt, der bedacht werden sollte. Das bisher geführte Leben hat schlussendlich dazu geführt, dass Krebs sich erst im Körper manifestieren konnte. Bitte nicht mißverstehen, das ist keinesfalls wertend gemeint, aber Krebs kann sich erst dann im Körper festsetzen und zur ernstlichen Bedrohung werden, wenn im Vorfeld viele Dinge unterdrückt, mißachtet oder übersehen wurden, irgendwann akkumulieren sich diese Faktoren und bringen das System zum Umkippen. Zielsetzung ist ebenfalls ein ganz wesentlicher Punkt. Der Patient muss Ziele für die Zukunft haben und muss sich diese immer wieder visualisieren.

Viele Menschen fühlen sich vor den Kopf gestoßen, wenn man sie nach dem Sinn ihrer Erkrankung fragt. Sollten Betroffene dieser Frage dennoch auf den Grund gehen?

Elke Linder: Ja, unbedingt. Hier kommt auch das Prinzip der Kausanetik zum tragen. In der Kausanetik geht es darum, dass nichts auf dieser Welt zufällig geschieht oder nur negativ ist. Oberster Grundsatz ist, dass die Evolution weitreichende Regulationsmechanismen kreiert hat, um das kurz- und langfristige Überleben der Spezies zu sichern. Letztendlich sind alle Symptome nichts anderes als Regulationsmechanismen des Körpers. Hier sollte die eigentliche Therapie ansetzen: bei der Frage Warum reguliert ein Körper gerade an dieser Stelle und zu diesem Zeitpunkt auf diese Weise? Heilung kann nur dann entstehen, wenn die Ursachen für die Regulation beseitigt sind. Hierbei ist ein gutes Zusammenarbeiten von Therapeut und Patient unabdingbar, um gemeinsam an die eigentliche Ursache der Erkrankung heranzukommen und dementsprechende Therapierichtlinien zu erstellen.

Welchen Rat geben Sie Menschen, die eine Krebsdiagnose erhalten haben und weder aus noch ein wissen?

Elke Linder: Für mich die oberste Prämisse: bitte keine Panik, keine überstürzten Handlungen, die eventuell weitreichende Folgen haben, die nicht mehr korrigiert werden können. Jedem Patienten kann ich nur eindringlich ans Herz legen, informieren Sie sich, holen Sie sich soviel Informationen ein, wie nur möglich. Holen Sie sich eine 2. oder 3. Meinung ein, von Therapeuten, die auf verschiedene Art und Weise therapieren und verschiedene Therapien einsetzen. Je mehr Informationen Sie haben, umso besser können SIE entscheiden, welchen Weg Sie gehen möchten – komplementär, konventionell oder die Kombination aus beiden. Durch viele Gespräche mit Krebspatienten in den letzten Jahren habe ich viele Menschen kennen lernen dürfen, die ihren Krebs überwunden haben oder auch mit ihrem Krebs ohne weitere Beeinträchtigungen leben. Für mich ist die Diagnose Krebs kein Todesurteil. Vielmehr eine Herausforderung, eine Herausforderung an jeden einzelnen Menschen, wieder aktiv an seiner Gesundheit mitzuarbeiten. Nur mit Wissen, kann ein Patient mit seinem Arzt gemeinsam, die für ihn passende Therapie erarbeiten.

Sie arbeiten seit mehreren Jahren unter anderem auch in der telefonischen Beratung bei Menschen gegen Krebs e.V. Wie hat sich das Bild, das die Menschen von alternativen Therapien haben, in den letzten Jahren geändert?

Elke Linder: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass in letzter Zeit die ganzheitliche Betrachtungsweise einer Erkrankung immer mehr in den Vordergrund rückt. Es werden Millionen an Forschungsgeldern ausgegeben, aber der große Durchbruch in der Krebstherapie blieb nach wie vor aus. Dieser Aspekt dringt immer mehr an die Öffentlichkeit und viele Menschen fragen sich, ob es nicht doch etwas anderes geben kann – zu Recht. Ein Problem, das ich leider sehr häufig sehe ist jedoch der Zeitfaktor hierbei. Im Normalfall wird Krebs von einem Schulmediziner diagnostiziert, der dann zu schnellstmöglicher Intervention gemahnt und den Patienten ungemein unter Druck setzen kann, da er sich schnellstmöglich entscheiden soll. Meines Erachtens würden mehr Krebspatienten einen anderen Weg gehen, wenn sie sich mehr Zeit lassen würden und im Vorfeld von verschiedenen Seiten Therapieoptionen einholen würden. Ganz allgemein lässt sich feststellen, dass immer mehr Menschen sich naturheilkundlich orientieren und sich langsam das Verständnis durchzusetzen beginnt, dass ein jeder Mensch aktiv an seiner Heilung mitarbeiten kann.

Dr. Bodo Köhler sprach mir diesbezüglich aus dem Herzen, als er auf der Medizinischen Woche in Baden-Baden bemerkte: “Sämtliche Krankheiten sind heilbar – aber nicht alle Patienten sind dazu in der Lage.” Heilung ist ein Prozess, den nur der Patient bewirken kann, alle Therapien können nur als Unterstützung verstanden werden, die eigentliche Heilung kann nur vom Patienten selber ausgehen!

Liebe Frau Linder, ich bedanke mich sehr herzlich für dieses interessante Gespräch.

 

Wenn Sie Fragen an Frau Linder stellen oder über das Thema dieses Artikels diskutieren wollen, können Sie dies in diesem Beitrag im Krebscafé Forum tun.

Sollten Sie Interesse an einer ganzheitlichen Krebsberatung bei Frau Linder haben, erreichen Sie sie über Ihre Internetseite oder unter folgendem Kontakt:

Elke Linder
Ahornweg 16
53819 Neunkirchen – Seelscheid
Telefon: 0 22 47 – 75 60 66 1
Email: elkelinder@lebenmitkrebs.com

 

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Wunderheilmittel Kohl – Ein Interview mit Jakobe Jakstein

Die wundersame Heilkraft des Kohls

Die Buchautorin Jakobe Jakstein kann auf ein bewegtes Leben zurückblicken. 1926 in Hamburg geboren, zog es sie in jungen Erwachsenenjahren nach Schweden, wo sie als Köchin einer angesehenen Familie arbeitete. Nach ihrer Heirat mit einem schweizer Architekten ging sie zunächst mit ihrer Familie in die Schweiz und anschließend 1962, nach der Scheidung von ihrem Mann, mit ihren zwei Söhnen nach Italien, wo sich auch heute noch ihre zweite Heimat befindet.
Schon in ihrer Kindheit zeichneten sich ihre große Liebe zur Natur und ihre Zuneigung zu einem tiefen christlichen Glauben ab, der über reine Lippenbekenntnisse hinausgeht und mit Hingabe gelebt werden möchte. Dinge, die Jakobe Jakstein später wohl das Leben retteten.

Vor 23 Jahren entdeckte ihr Zahnarzt bei einer Röntgenkontrolle eine Zyste oder einen Tumor am Kiefer. Eine Überweisung zum Onkologen lehnte Jakobe Jakstein ab, war sie es doch gewohnt, selbst nach Lösungen zu suchen und auf andere, unkonventionelle Heilweisen zu vertrauen. Ihr Interesse an der Naturheilkunde hatte man ihr wohl mit in die Wiege gelegt, so schreibt die heute 82-Jährige in ihrem demnächst neu aufgelegten Buch Wunderheilmittel Kohl. Medikamente waren Ihre schon als kleines Kind zuwider und so lernte sie bald die Homöopathie und, nach einem beeindruckenden Heilerlebnis mit ihrem Schwiegervater, die erstaunliche Heilkraft des Kohls kennen. Es ist also nicht verwunderlich, dass Jakobe Jakstein einen solch außergewöhnlichen Weg ging um wieder gesund zu werden. Im Krebscafé-Interview berichtet sie von diesem Weg, ihren Erfahrungen mit der Heilwirkung des Kohls und von der Kraft des Glaubens.

Wann stellten Sie zum ersten Mal fest, dass Sie an Krebs erkrankt sein könnten?

J. Jakstein: Die Sache liegt 23 Jahre zurück. Ich lebte vorrübergehend in Hamburg, wo ich ein kleines Stehcafé übernommen hatte. Meinen eigentlichen Wohnsitz hatte ich aber seit über 30 Jahren in Italien. Seit Wochen litt ich unter unerträglichen angeblichen Zahnschmerzen und entschloss mich daher, endlich einen Zahnarzt aufzusuchen, der, nachdem er nur kurz in den Mund geschaut hatte, sofort eine Röntgenaufnahme machte. Sehr bald kam er, kreidebleich im Gesicht, mit dem Röntgenbild zurück und erklärte mir, dass er mich nicht behandeln könne, sondern mich gleich in ein onkologisches Institut überweisen würde. Ich bedankte mich höflich bei ihm, meinte aber, dass ich auf keinen Fall meine berufliche Tätigkeit an den Nagel hängen könne. Ich würde mich daher selber um meine Gesundheit kümmern.

Seit mehr als 20 Jahren war ich gewöhnt, mich im Krankheitsfalle mit natürlichen Heilmitteln zu behandeln, da ich unter einer Medikamentenunverträglichkeit litt. Ich ging also in mein Café zurück, hatte allerdings keine Ahnung, was nun zu tun sei. Ich war chronisch überarbeitet, war in Deutschland in keiner Krankenversicherung und besaß auch keinerlei Mittel, um mir eine ärztliche Betreuung leisten zu können. Da mir nichts einfiel, was ich für mich tun könnte, tat ich nichts anderes, als mir die Backe, wann immer ich konnte, mit einem Eisbeutel zu kühlen. Nach zwei Monaten war ich endlich schmerzfrei, hatte einen Zahn weniger und ein großes Loch im Kiefer.

Und wie ging es damals weiter?

J. Jakstein: Ich war überzeugt, geheilt zu sein, war aber sehr froh, dass der Eigentümer des Cafés mich von meinem Vertrag löste. So konnte ich einen kurzen Urlaub in Italien machen, wo ich den Maestro Leo Amici aufsuchen wollte, um seine Meinung über meine Krankheit zu hören. Leo Amici hatte – er verstarb kurz nach meinem Besuch bei ihm – sein Leben hilfesuchenden Menschen gewidmet und 1982 das humanitäre Zentrum Lago di Monte Colombo gegründet. Hunderten von Menschen verhalf er zur Heilung durch spirituelles Wachstum. Als ich ihn auf meine Erkrankung ansprach, sagte er mir:”Es war Krebs.”

Kaum war ich wieder in Hamburg, kam der nächste Schock. Ich saß gerade beim Frühstück, als ich einen entsetzlichen Schmerz in meinem linken Auge verspürte. So, als hätte mich jemand mit einem Messer gestochen. Von dem Moment an konnte ich meine Augen zwei Monate lang nur für sehr kurze Zeit offenhalten. Ich verbrachte die meiste Zeit im Lehnstuhl, denn im Liegen waren die Schmerzen noch unerträglicher. Ich überlegte, was ich tun könne und da erst fiel mir das Kohlblatt ein, mit dem ich schon seit 20 Jahren viele Krankheiten heilen konnte. Sowie es mir möglich war, meine Augen offen zu halten, besorgte ich mir Wirsingkohl und begann mit den Kohlauflagen.

Wann wurden Sie zum ersten Mal auf die Heilkraft des Kohls aufmerksam?

J. Jakstein: Es war so im Jahre 1960 – ich wohnte zu der Zeit mit meiner Familie in Basel – als mein Schwiegervater wegen eines Magendurchbruchs operiert werden musste und zwar gleich zweimal hintereinander, da er sehr brüchige Venen hatte. Er war bei einem namhaften Chirurgen in Behandlung, der der Schwiegermutter nach der zweiten Operation anheim stellte, ihren Mann nach Hause zu nehmen, um ihn in seiner gewohnten Umgebung sterben zu lassen. Meine Schwiegermutter gab mir das Buch Von den Wunderbaren Heilwirkungen des Kohlblattes von dem Schweizer Botaniker Camille Droz und bat mich, es zu lesen. Nachdem ich das Buch durchgelesen hatte, beschlossen wir, den Kranken mit Kohlauflagen zu behandeln. Tag und Nacht machten wir dem Schwiegervater Kohlwickel auf seinen Bauch, um alle Schläuche herum. Nach einem Monat waren die Wunden geschlossen, der alte Mann konnte wieder aufstehen, aß mit Appetit und hatte wieder Farbe im Gesicht.
Der Hausarzt konnte sich diese Wandlung nicht erklären: “Hier handelt es sich um ein Wunder!” sagte er nur. Aber das größte Wunder war wohl, dass mein Schwiegervater danach noch 15 Jahre gelebt hat, ohne je einen Rückfall erlitten zu haben. Sein Tod trat dann sehr plötzlich infolge eines Gehirnschlages ein.

Wie hat der Kohl Ihnen geholfen, Ihre Zyste oder ihren Tumor zu heilen?

J. Jakstein: Als ich anfing, Tag und Nacht Kohlblätter auf das Auge zu legen, sonderte sich laufend eine übelriechende Flüssigkeit ab. Zwei Monate dauerte es, bis es keine Sekretion mehr gab, ich schmerzfrei war und wieder sehen konnte.
In den vielen Jahren, die ich die verschiedensten Krankheiten erfolgreich mit Kohl heilen konnte, wurde entweder eitrige Flüssigkeit abgesondert oder es waren auf den Blättern Ablagerungen sichtbar. Eine Krankheit konnte man als geheilt ansehen, wenn keine Veränderungen mehr am Kohlblatt festzustellen waren. Zwar kommt es auch bei der Kohltherapie zu Erstverschlimmerung, aber Nebenwirkungen habe ich nie beobachten können. Auch Rückfälle waren sehr selten.

Kennen Sie andere Menschen, die mit dieser Methode Erfolge erzielten?

J. Jakstein: Vor allem habe ich jahrelang meine Familie mit dieser Methode mit großem Erfolg behandelt bzw. geheilt. Aber auch andere Verwandte, Nachbarn und Freunde erzielten sehr gute Resultate. Erfahrungsberichte kann man in meinem Buch Wunderheilmittel Kohl nachlesen. Aber auch in meinem Forum für Körper, Geist und Seele findet ein reger Erfahrungsaustausch statt.

Wie hat damals Ihr Umfeld auf diesen außergewöhnlichen Weg reagiert? Was haben Sie getan um sich vor übereifrigen Kritikern zu schützen?

J. Jakstein: In meinem persönlichen Umfeld, also Familie, Freunde, Bekannte und Nachbarn, war man seit jeher gewöhnt, dass ich meinen eigenen Weg zu gehen gewohnt war. Er wurde immer bestaunt, respektiert und auch gutgeheißen. Erst, als ich mich dem Internet näherte, war ich mit Unverständnis, Empörung, Kritik und übler Nachrede konfrontiert. Mit den Jahren habe ich gelernt, mich zu schützen, meistens durch Schweigen. Heute ist mir die Meinung derer, die alternative Heilmethoden nicht akzeptieren oder sogar bekämpfen, nicht mehr wichtig.

Wie sind Sie mit der Angst vor dem Krebs und vor dem eigenen Tod umgegangen?

J. Jakstein: Wie ich schon am Anfang sagte, hatte ich das Glück, einen großen, außergewöhnlichen Menschen kennengelernt zu haben, Leo Amici. Durch ihn habe ich zum wahren Glauben gefunden und zu der Erkenntnis, dass es immer die göttliche Liebe ist, die uns Heilung schenkt. Er hat mich gelehrt, einen angstfreien spirituellen Weg zu gehen, der mir zu Harmonie, zum Frieden mit mir selbst und meinen Mitmenschen und dadurch zur Heilung verhilft.

Was haben Sie sonst noch getan, um die Krankheit zu überwinden?

J. Jakstein: Anfänglich tat ich nichts weiteres, als mich um die Gesundheit meiner Seele zu kümmern. Ich wusste, dass dies das allerwichtigste im Leben eines Menschen ist. Nur wenn meine Seele gesund ist, kann ich auch auf körperliche Heilung hoffen. Erst später begann ich auch z.B. über eine gesunde Ernährung nachzudenken und habe dieses Thema mit den Jahren immer mehr vertieft. Als ich vor einigen Jahren noch zwei Rückfälle auf dem Auge bekam, begann ich, mich auch mit frischgepressten Gemüsesäften, vor allem von Kohl, zu ernähren.
Aber auch sonst bin ich für alles offen, das mir zu einem inneren Gleichgewicht und damit zum Heilsein verhilft. Um nur einige Beispiele zu nennen übe ich mich in Qi Gong, in den Mudras und verwende gerne Heilsteine. Aber über all diese Themen reden wir in meinem Forum.

Sie haben Ihre Erfahrungen in einem Buch niedergeschrieben.

J. Jakstein: Ja, ich erwähnte es am Anfang. Ich hatte nie die Absicht gehabt, jemals ein Buch zu schreiben. Aber eines Tages vor vielen Jahren wachte ich eines Morgens von den kategorischen Satz auf: ”Du musst ein Buch schreiben!”
Ich war entsetzt, denn ich hatte keine Ahnung wie man das macht und worüber ich schreiben sollte. Einer meiner Söhne meinte: ”Du kannst nur über etwas schreiben, was Du kennst.” Ja, und das war der Kohl. Also begann ich zu recherchieren, meine eigenen Erfahrungen aufzuschreiben und an einer Schreibschule teilzunehmen, um ein wenig das Handwerk zu lernen. Das erste Manuskript hatte ich zweisprachig erstellt, auf Italienisch und Deutsch, aber machte mir keine großen Hoffnungen, einen Verleger zu finden. Wie erstaunt war ich also, als ich nach zwei Bewerbungsversuchen bereits einen Verlag fand, der an dem Buch interessiert war. So erschien die erste Auflage zuerst auf Deutsch, dann auch in einem italienischen Verlag in der Landessprache. Nachdem die erste Auflage vergriffen war, wurde das Buch nicht wieder neuverlegt. So versuchte ich es mit einem Book-on-demand-Verlag, brachte das Buch neu heraus, doch der Verlag musste Insolvenz ankündigen. Da entschloss ich mich, das Buch als Download im Internet anzubieten. Nun habe ich inzwischen eine neue Möglichkeit gefunden, das Buch drucken zu lassen und es wird demnächst wieder im Handel sein. Das Download-Angebot wird dadurch hinfällig, da es vertragswidrig wäre.

 

Wie, denken Sie, können der Glaube und die innere Einstellung den Heilungsprozess unterstützen?

J. Jakstein: Dass ich einen festen, gelebten Glauben als die wahre Voraussetzung für eine Heilung halte, habe ich schon mehrmals erwähnt. Ich versuche, in allem was ich denke, fühle und tue, den Lehren Christi gerecht zu werden. Mit ihm setze ich mich auseinander, denn er hat uns die wahre Liebe vorgelebt.

Welchen Rat geben Sie Menschen, die kürzlich eine Krebsdiagnose erhalten haben?

J. Jakstein: Gottes Nähe zu suchen und sich von ihm führen zu lassen. Wenn man sich eine tiefe Beziehung zu Gott aufbaut, lässt er uns auch den für uns richtigen Weg erkennen.

Liebe Frau Jakstein, ich danke Ihnen sehr herzlich für dieses Interview.

Wenn Sie Fragen an Frau Jakstein stellen oder über das Thema dieses Artikels diskutieren wollen, können Sie dies in diesem Beitrag im Krebscafé Forum tun.

Update: Frau Jakstein hat kürzlich ihr Buch wiederveröffentlicht. Es kann unter diesem Link bestellt werden. Eine Leseprobe finden Sie hier.

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