Der GreenApo Adventskalender: 24 Tage, 24 auf 24 Artikel

 

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23. August 2011

Michael Mary: Lebt die Liebe, die ihr habt

Beziehung soll alles sein: Liebe, Leidenschaft, Freundschaft und Wachstumschance. Bürden wir der Liebe damit zu viel auf? Der Paarberater und Buchautor Michael Mary spricht in diesem Vortrag über das Dilemma heutiger Beziehungen.

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23. Juli 2011

Alva Noë: Gender Is Dead! Long Live Gender!

Der Philosoph Alva Noë ist der Meinung, dass weit mehr geschlechterspezifische Eigenschaften kulturell geprägt sind, als bisher angenommen. Ein sehr interessanter Blogeintrag:

Gender Is Dead! Long Live Gender!
by Alva Noë

Conjure before your mind the image of a physics professor. Imagine what his life is like. Now pretend, for a few moments, that you are that person. Try to get a feel for what it is like to be him.

Now let’s start anew. This time think of a cheerleader. Picture her; imagine what her life is like. Now pretend to be her. Imagine what it is like to be her.

When psychologist Adam Galinksy and his collaborator at Northwestern University asked subjects to carry out this sort of exercise, they made a startling finding. After the exercise, subjects were asked to characterize themselves. Those individuals who had imaginatively adopted the perspective of the professor were more likely to describe themselves as clever than those who had been assigned the cheerleader persona. And those who had adopted the cheerleader perspective, were correspondingly more likely to describe themselves as gorgeous…

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3. Juli 2011

Matt Ridley: Deep Optimism

Ideen werden Wirklichkeit. Darum brauchen wir Optimismus, tiefgreifenden Optimismus. Matt Ridley zeigt, wie das geht:

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25. November 2010

Talking to the Enemy

"Der renommierte Anthropologe Dr. Scott Altran ergründet die Denkweise radikalisierter Menschen im einundzwanzigsten Jahrhundert und die evolutionären Ursprünge von Religionen weltweit":

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Wolf Schneider: Meine Mutter

Gefunden in Wolf Schneiders »Tagebuch fürs Wesentliche«:

Meine Mutter

Heute morgen ist meine Mutter gestorben. Gegen Mittag war ich bei ihr, ich durfte noch eine halbe Stunde dort sein, eh sie abtransportiert wurde in den Kühlraum. So bei ihr zu sitzen, wie sie so still dalag – wunderbar! Schon auf der Herfahrt und dann auch dort bei ihr weinte ich viel – ein erlösendes Schluchzen, das sich wie ein warmer Regen über mich ergoss, der so vieles wegspült und die Erde tränkt. 87 Jahre hat sie gelebt, das ist genug. »Ich will nicht mehr«, hatte sie so oft gesagt in den letzten Tagen.

Ein kafkaeskes System

Das Krankenhaus drumrum, in das sie leider eingeliefert werden musste, ist ein riesiger Betrieb mit so vielen Automatismen. So vieles daran wird den Menschen nicht gerecht. Sie bewegen sich daran wie Gestalten in einem Roman von Kafka, die Dinge tun, weil »es so sein muss« Vom Essen, über die Hygiene bis zum Maschinenaufwand und den ärztlichen Entscheidungen ist das Krankenhaus ein riesiger Apparat, der die Menschen, Personal wie Patienten, in sich aufnimmt und dann wieder ausspuckt, tot oder lebendig.

Um 9.30 h hatte ich per Telefon von meiner Schwester erfahren, dass meine Mutter in der Nacht gestorben war. Rief dann gleich am Krankenhaus an, noch weinend (aber doch klar genug sprechend), ob ich noch bei ihr sein dürfe, meine Schwester habe mir gesagt, sie würde dort nur bis 11 h liegen, und ich brauche doch zwei Stunden mit dem Auto. »Warum rühren Sie sich erst jetzt, sie haben doch schon um 7 Uhr Bescheid bekommen!«, ranzte mich die Frau am Telefon an, so wie man in einem Internat einen Schüler maßregelt, der die Ausgangszeiten nicht eingehalten hat. Schließlich wurde mir die Gnade gewährt, dass sie noch bis 13 dort liegen würde. Und dann um 13 h, eine andere Person, ganz jovial: »Ach, auf die zehn Minuten kommt es nun auch nicht an!«

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23. November 2010

“Den Sterbeprozess zu verkennen, ist ein Kunstfehler”

Der Arzt Michael De Ridder in einem sehr interessanten Interview mit der ZEIT. Er spricht über die Angst vor dem Sterben, Möglichkeiten der Palliativmedizin und die Sterbehilfe.

"Den Sterbeprozess zu verkennen, ist ein Kunstfehler"

Moderne Medizin kann vieles – doch wann darf ein Mensch das Leben verlassen? Der Arzt Michael de Ridder ist dem Tod 1000-mal begegnet. Ein Gespräch über den Tod

Frage: Herr de Ridder, es war Allerheiligen und Volkstrauertag, am vergangenen Wochenende war Totensonntag. Bedeuten Ihnen solche Gedenktage etwas?

Michael de Ridder: Nein. Ich bin zwar streng katholisch erzogen worden: Messdiener, Weihrauch schwenken bei Hochämtern, Jesuitenschule… Davon ist gar nichts übrig geblieben. Also geben mir auch diese Tage nichts.

Frage: Sie meiden die Grabstätten Ihrer Angehörigen?

de Ridder: Ich gehe gerne auf Friedhöfe, ich pflege auch das Grab meiner Mutter in Kreuzberg, ich pflanze Blumen an. Nur nicht an speziellen Tagen, sondern wenn ich Lust dazu verspüre. Ich vergegenwärtige mir dann meine Mutter, ich weiß, dass Fäulnisprozesse sie da unten längst mit dem Erdreich haben eins werden lassen, ich denke an meine eigene Endlichkeit und spüre, dass ich mit großer Unsicherheit vor den Ereignissen Sterben und Tod stehe.

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21. November 2010

Christopher Hitchens on ABC1 Lateline

Christopher Hitchens ist hierzulande nicht sehr bekannt. In den USA sieht das jedoch anders aus: Sein investigativer Journalismus und nicht zuletzt seine Rolle als – im positivsten Sinne des Wortes – streitbarer Atheist, haben ihn im englischsprachigen Ausland berühmt gemacht. Im Juni 2010 wurde bei Christopher Hitchens Speiseröhrenkrebs diagnostiziert. In diesem Interview spricht er über seine Erfahrung mit der Krankheit und die Versuche der Menschen, ihn im Angesicht des Todes zum Glauben zu bekehren.

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2. April 2010

Dan Barber: How I fell in love with a fish

In dieser sehr unterhaltenden und bewegenden Rede erzählt der Koch Dan Barber von seinen Erfahrungen mit nachhaltiger Landwirtschaft.

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14. Januar 2010

Statistische Täuschung: Wie nützlich ist die Brustkrebsvorsorge?

Im MgK-Forum habe ich heute einen sehr interessanten Videobeitrag gefunden. Sehr verständlich und ernüchternd wird erklärt, wie Frauen mit Statistik getäuscht werden.

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12. Oktober 2009

Warum Positives Denken nicht immer gut ist

Warum positiv Denken nicht immer gut ist

Als Barbara Ehrenreich Ihren Brustkrebs behandeln ließ, wurde sie dazu angemahnt "positiv" zu denken; und als sie Gefühle wie Angst und Wut äußerte, wurde sie als "negativ" abgestempelt.

Ehrenreich, Autorin von 16 Büchern, nimmt sich in ihrem neuen Buch Bright-Sided: How the Relentless Promotion of Positive Thinking Has Undermined America einer Sache an, die sie die Epidemie des Positiven Denkens nennt.

Positives Denken, so sagt sie, ist etwas anderes als freundlich oder fröhlich zu sein – es ist der Glaube, dass die Welt von unseren Bedürfnissen und Wünschen geformt wird und dass das Schlechte durch die Konzentration auf das Gute aufhört zu existieren.

Ehrenreich glaubt, dass dieses Denken unsere Kultur durchdrungen hat und dass die Weigerung anzuerkennen, dass schlechte Dinge passieren können, in gewisser Weise für die derzeitige Finanzkrise verantwortlich sind.

Die Internetseite AlterNet hat mit der Autorin ein interessantes Interview (auf Englisch) geführt.

Bildquellen

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