Mammographie: Sinn oder Unsinn?

© detailblick-foto / Fotolia.com.

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Schon länger hat die Standardmethode zur Brustkrebsfrüherkennung (Mammographie) einen zweifelhaften Ruf; Forscher tricksen mit Statistik, es kommt immer wieder zu falsch positiven Ergebnissen und Überdiagnosen, und auch die Strahlenbelastung bei regelmäßigen Screenings ist signifikant. Weiterhin treten gerade bei Brustkrebs immer wieder Spontanheilungen auf, was zwar nicht unbedingt gegen eine Therapie spricht, aber die Frage aufwirft, ob das bisherige aggressive Vorgehen der Schulmedizin wirklich Sinn macht. Zwei aktuelle Studien versetzen den Erwartungen an die Brustkrebsfrüherkennung nun einen weiteren Dämpfer.

Eine großangelegte US-amerikanische Studie untersuchte den Zusammenhang zwischen Screening-Häufigkeit und dem tatsächlichen Vorkommen von Brustkrebs, der Tumorgröße und den Sterberaten durch die Erkrankung. Das Ergebnis ist ernüchternd: Zwar kam es in US-Staaten, in denen die Mammographie häufiger angewandt wird, auch zu vermehrten Brustkrebsdiagnosen, doch führte dies wiederum nicht zu weniger Todesfällen durch Brustkrebs. Die einfachste Erklärung dafür ist laut den Forschern eine Überdiagnose, bei der auch kleinere Tumore entdeckt werden. Die Ausbildung großer und gefährlicher Brustkrebstumoren ließ sich laut der Studie dadurch nicht vermeiden.

Weitere Zweifel an der Mammographie kommen aus Norwegen. Dort wurde nämlich die Effizienz des staatlichen Brustkrebs-Screenings in einer Metastudie untersucht. Zwar bescheinigt das Ergebnis eine Reduktion der Sterberaten, doch weist es auch auf eine signifikante Tendenz zur Überdiagnose hin. Die Forscher kommen zu dem Ergebnis, dass pro 27 Frauen, die nicht an Brustkrebs sterben, wiederum 142 (!) Frauen überdiagnostiziert werden und sich somit unsinnigerweise einer Brustkrebstherapie unterziehen.

Die Mammographie kann an Brustkrebs erkrankten Frauen definitiv das Leben retten. Doch muss diese Methode anhand der oben geschilderten Studienergebnisse auch hinterfragt werden. Ist sie wirklich in jedem Fall notwendig? Bedeutet eine positive Diagnose automatisch eine Empfehlung zur schuldmedizinischen Therapie? Und was kann getan werden, um ein positives Screeningergebnis nachträglich zu überprüfen? Dies sind fragen, die wissenschaftlich geklärt werden müssen. Weiterhin sollte man überlegen, ob man die aufwändigen Mittel für die Brustkrebsfrüherkennung nicht besser in Prävention und Aufklärung investiert. Bis dahin muss jede Frau für sich selbst entscheiden, ob sie regelmäßige Screenings an sich durchführen lässt.

2 Gedanken zu „Mammographie: Sinn oder Unsinn?

  1. Karin

    Das höchste Risiko für eine Frau eine Brustkrebspatientin zu werden, ist wenn sie regelmässig eine Mammographie kriegt.

    Die echten Fakten über Brustkrebs und Mammografie (Bruströntgen) haben schon lange gezeigt, dass die vorsorgliche Früherkennung von „Krebsen“ mit Präventionsmaßnahmen (Beispiel: Mammografie) in vielen Fällen falsch ist (hauptsächlich wegen vielen Überdiagnosen) aber ganz viele Frauen trotzdem behandelt werden (deswegen sind die ein Opfer der Übertherapien). Das Ergebnis is, dass Millionen von Frauen missbehandelt und umgebracht worden sind wegen diesen „fortgeschrittenen“ Untersuchungen und medizinischen Behandlungen (Quellen: Peter Gotzsche’s ‚Mammography Screening: Truth, Lies and Controversy‘ and Rolf Hefti’s ‚The Mammogram Myth‘ – sehe ).

    Jeder der dieses Thema ein wenig genauer anguckt, kann sehen, dass es fast ausschliesslich fabrizierte Statistiken und „wissenschaftliche“ Daten/Evidenz vom medizinischen Riesengeschäft sind, die diesen Test unterstützen.

    Das riesige medizinische Krebsgeschäft hat schon jahrzehntelang das Volk angelogen mit falschen Statistiken. Dieses riesengrosse Geschäft sagt den Leuten wie unglaublich „forgeschritten“ ihre Präventionsmaßnahmen, Untersuchungen und Behandlungen sind, aber verschweight den grossen Schaden, den sie wirklich anrichten. Es ist fast alles Lüge.

  2. www.gold-dna.de

    Krebs an sich ist ein sehr kontextlastiges Thema, welches nur leider oftmals ohne Kontext betrachtet wird. Mutationen sind keine Abweichung von einem normalen Genom, weil es kein normales Genom geben kann, da sich Umwelteinflüsse ständig ändern. Thematisiert wird dieses z. B. mal aus ganz ANDERER Sicht im Roman “Ich LIEBE meinen Tumor“ … http://www.ichliebemeinentumor.de

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