Fasten – Reboot des Immunsystems


by markusspiske

Leser dieser Webseite wissen, dass ich ein großer Verfechter des (intermittierenden) Fastens bin. Zahlreiche gesundheitliche Effekte sind mittlerweile wissenschaftlich erwiesen. Darunter eine erhöhte Effizienz von Chemotherapien, der Schutz vor neurodegenerativen Erkrankungen und die Bereinigung unserer Zellen von alten und defekten Zellbestandteilen (Autophagie).

Eine neue gesunde Facette des Fasten fördert eine sehr interessante Studie aus dem Jahr 2014 zutage: wiederholte Fastenphasen von zwei bis vier Tagen bewirken einen Reboot des Immunsystems und schützen vor den negativen gesundheitlichen Auswirkungen einer Chemotherapie. Während der Fastenphase kommt es zunächst zu einer Verringerung bestimmter Immunzellen, den so genannten weißen Blutkörperchen oder Leukozyten. Sie tragen wesentlich dazu bei, den Körper vor unverträglichen Stoffen und Krankheitserregern zu schützen. Das Fasten bereinigt den Körper von alten, beschädigten Immunzellen und triggert die Regeneration neuer, funktionstüchtiger Zellen. Weiterhin stellten die Wissenschaftler fest, dass ein dreitägiges Fasten vor einer Chemotherapie die toxischen Effekte durch die Krebsmedikamente (Zytostatika) verringerte.

Eine weitere Studie aus dem gleichen Jahr kommt zu dem Ergebnis, dass Fasten vor Diabetes schützen kann. In den sechs Wochen nach einer Fastenphase kam es bei den Studienteilnehmern nämlich zu einem Abbau des „schlechten“ LDL-Cholesterins. Die Wissenschaftler vermuten, dass der Körper aufgrund des Nahrungsentzugs als alternative Energiequelle u.a. dieses Cholesterin aus den Fettzellen heranzieht. In Folge wird die Insulinresistenz, wie sie bei Typ 2-Diabetes und seinen Vorstadien auftritt, reduziert.

Übrigens lassen sich die positiven Effekte des Fastens auch ohne Fasten erzeugen und mithilfe einer zeitweisen ketogenen Ernährung erzielen. Dazu an anderer Stelle mehr.

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