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28. Januar 2010

Krebs als Stoffwechselerkrankung

Vor wenigen Jahren war diese Aussage noch undenkbar bzw. sehr umstritten: Krebs ist eine Stoffwechselkrankheit. Eine aktuelle Studie stützt diese These nun in großem Maße:

Cancer as a metabolic disease

Emerging evidence indicates that impaired cellular energy metabolism is the defining characteristic of nearly all cancers regardless of cellular or tissue origin. In contrast to normal cells, which derive most of their usable energy from oxidative phosphorylation, most cancer cells become heavily dependent on substrate level phosphorylation to meet energy demands. Evidence is reviewed supporting a general hypothesis that genomic instability and essentially all hallmarks of cancer, including aerobic glycolysis (Warburg effect), can be linked to impaired mitochondrial function and energy metabolism. A view of cancer as primarily a metabolic disease will impact approaches to cancer management and prevention.

Das ganze Studienpaper können Interessierte hier als PDF herunterladen.

Ich glaube, dass es langsam aber sicher zu einem Umdenken kommt. Die Auswirkungen solcher Studien auf die Krebstherapie der Zukunft sind kaum vorzustellen…

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2 Kommentare »

  1. Es ist ja schon mal lobenswert, daß man Krebs mittlerweile als Stoffwechselkrankheit erkannt hat. Aber so ganz hat man das Geschehen dann doch noch nicht erfaßt, denn auch hier geht der Autor davon aus, daß das Verhalten der Krebszelle…

    > can be linked to impaired mitochondrial function and energy metabolism.

    Das ist ein weiterer großer Irrtum, denn die Krebszelle ist keineswegs eine “defekte” normale Zelle, sondern eine ganz besondere “Universalzelle”, deren natürliche Aufgabe im Organismus es ist, anaerob zu arbeiten, Gewebe zu infiltrieren und sich sehr schnell zu teilen – ein Trophoblast. Ein Tumor entsteht, wenn der Organismus den Trophoblasten nicht mehr kontrollieren kann, die Ursachen dafür liegen in der heutigen Ernährung.

    > A view of cancer as primarily a metabolic disease will impact
    > approaches to cancer management and prevention.

    Das darf bezweifelt werden, denn dazu ist das Geschäft mit der Behandlung des Symptoms der Stoffwechselkrankheit – des Tumors – viel zu lukrativ.

    Kommentar von Joachim — 18. März 2010 @ 23:40

  2. Hallo Joachim,

    vielen Dank für Ihren Kommentar. Du hast recht und vielleicht wären sich die Wissenschaftler bei genauem Nachfragen eigentlich darüber im klaren, dass eine Krebszelle eine ganz eigene Zellform darstellt und kein Defekt. Diese Unterscheidung aber ganz bewusst zu treffen, könnte bedeutende Veränderungen für die Forschung und Therapie bedeuten.

    Zu Deinem letzten Satz: Ich glaube bei Krebs und in der Medizin ist es wie überall sonst auch: Die Nachfrage schafft sich ein Angebot. Siehe jüngst z.B. hier: http://www.krebsforum-lazarus.ch/forum/showthread.php?p=26064#post26064
    Dass das Angebot zunächst zögerlich und in zurückhaltender Form kommt, ist bei so einem brisanten und gegensätzlichen Thema normal. Blick ich aber die letzten fünf Jahre zurück (seither beschäftige ich mit dem Thema), dann muss ich sagen: Es hat sich schon viel bewegt. Gerade in letzter Zeit.

    Viele Grüße
    Andreas Thies

    Kommentar von admin — 19. März 2010 @ 07:17

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