Vitamin D und die Überlebensrate bei Lymphomen

Vitamin und die Überlebensrate bei Lymphomen

Die guten Nachrichten über das Sonnenvitamin D reißen nicht ab. Wissenschaftler um Dr. Matthew Drake an der Mayo Clinic in Rochester (USA) haben nun einen Zusammenhang zwischen dem Vitamin D-Spiegel und der Überlebensrate bei Patienten mit einer bestimmten Form von Lymphomen entdeckt. Es handelt sich um eines der bisher überzeugendsten Ergebnisse bezüglich Vitamin D und seiner Wirkung auf Krebserkrankungen.

Die Wissenschaftler der kürzlich veröffentlichten Studie stellten bei etwa 50% der insgesamt 374 Studienteilnehmer mit diffus großzelligem B-Zell-Lymphom einen Vitamin D-Mangel fest. Verglichen mit Patienten, die einen optimalen Vitamin D-Spiegeln aufwiesen, ergab sich dadurch nicht nur ein erhöhtes Risiko für ein schnelleres Fortschreiten der Erkrankung, sondern auch ein doppelt so hohes Risiko daran zu sterben.

Diese Studienergebnisse unterstützen den immer deutlicher werdenden Zusammenhang zwischen Vitamin D, Krebsrisiko und Krankheitsverlauf. Und so könnten Vitamin D-Präparate sogar jenen Patienten helfen, die bereits eine bestimmte Krebsdiagnose erhalten haben, so der Studienleiter und Endokrinologe Dr. Drake. Er fügt hinzu, dass sich der Vitamin D-Spiegel bereits mit einfachen Mittel aufrecht erhalten lässt, so z.B. durch die Einnahme von Vitamin D-Präparaten oder tägliche Bewegung an der Sonne.

Krebsforscher hatten bereits in der Vergangenheit herausgefunden, dass Vitamin D wichtige Gene bei verschiedenen Krebsarten beeinflussen könnte, so z.B. bei Prostata-, Darm- oder Brustkrebs. Neuere Studien deuten außerdem auf eine Rolle bei der Entstehung mancher Krebsarten und den Einfluss auf den Krankheitsverlauf hin, so ein Bericht der Mayo Clinic.

Das folgende Video zeigt ein englischsprachiges Interview mit Dr. Matthew Drake und den Co-Autoren der Studie Dr. Witzig und Dr. Cehan. Interessant finde ich vor allem den Hinweis, dass B-Zell-Lymphome häufiger im Norden der USA vorkommen. Also dort, wo die Menschen allgemein weniger dem Sonnenlicht ausgesetzt sind.

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Ein Gedanke zu „Vitamin D und die Überlebensrate bei Lymphomen

  1. Dr. Claus Daumann

    Das Problem bei Vitamin D ist: es ist billig, nicht patentierbar und deshalb fürs das Geschäft nicht interessant. Leider wird in alle teuren, nebenwirkungsreichen, teils abenteuerlichen und teils ethisch fragwürdigen (z.B.Stammzellen) Richtungen geforscht. Das beste, von der Natur vor Jahrmillionen gegebene Schutz- und Regelsystem Vitamin D wird ungeachtet liegen gelassen.
    Wäre Vitamin D die Entwicklung eines Pharmariesen, könnte der den größten Erfolg verbuchen, den diese Branche jemals gelandet hätte. Maximale präventive Wirkung bei fast allen „Zivilisationskrankheiten“. Auch therapeutisch in vielen Fällen überzeugend im Gegensatz zu den mittlerweile über 2000 Analoga, die bislang entwickelt wurden, ohne das Original auch nur entfernt in der Wirksamkeit zu erreichen. Praktisch ohne alle Nebenwirkungen: kein Mediziner oder Pharmazeut, mit dem ich in den letzten 2 Jahren über dieses Thema gesprochen habe, hat auch nur einen einzigen Fall von Überdosierung gesehen (ich in meinen über 25 Berufsjahren auch nicht!), obwohl jeder davor warnt!
    Ich kann jedem nur raten: Spiegel messen lassen – 25(OH)D3, staunen, Auffüllen und Wohlfühlen und gesund bleiben oder werden. Und noch ein Tipp: http://www.sonnenvitamin.de für interessierte Laien und http://www.vitamindelta.de für Fachkreise.
    Dr. med. Claus Daumann

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