Archiv für den Monat: November 2008

Links zum Wochenende (28.11.08)

Links zum Wochenende

Forschung & Wissenschaft

Ernährung & Gesundheit

Psyche & Spiritualität

Sonstiges

Bildquellen

Bedenkliches zur HPV-Impfung

Zwei sehr interessante Artikel zur HPV-Impfung, die ich mal so stehen lasse:

Scharfe Kritik an HPV-Kampagne

Die Wirksamkeit der heftig beworbenen Impfung gegen Humane Papillomaviren ist nach Aussagen von dreizehn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern führender deutscher Forschungseinrichtungen nicht angemessen geprüft worden.

Hier weiterlesen…

 

"Wir hätten Tausende Tote auf dem Gewissen gehabt"

Die lange Zeit umjubelte Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs gerät immer stärker in die Kritik: Sie sei überstürzt eingeführt worden, ihre Wirksamkeit nicht bewiesen. Friedrich Hofmann, Chef der Impfkommission der Bundesregierung, sagt im Interview: Er würde alles noch einmal genau so tun.

Hier weiterlesen…

Diskutieren Sie dieses Thema im Krebscafé Forum.

Spontanheilungen – Wie häufig sind sie wirklich?

Spontanheilungen bei Brustkrebs

Laut einer norwegischen Studie verschwindet vermutlich mindestens jeder fünfte durch eine Mammographie gefundene Brustkrebs von selbst. Bemerkenswert ist, dass Erkenntnisse dieser Art mittlerweile ein breites Medienecho erzeugen und offensichtlich salonfähig werden.

Dr. Per-Henrik Zahl vom Norwegian Institute of Public Health in Oslo und seine amerikanischen Kollegen untersuchten die Brustkrebsrate unter fast 120.000 Frauen im Alter zwischen 50 und 64. Die Frauen hatten im Rahmen eines sechsjährigen Mammographie-Programms alle zwei Jahre an einer Kontrolluntersuchung teilgenommen. Die Wissenschaftler verglichen daraufhin die Anzahl der Brustkrebsdiagnosen mit denen einer anderen Gruppe von etwa 110.000 Frauen im selben Alter. Diese Vergleichsgruppe wurde lediglich einmalig am Ende der sechsjährigen Studiendauer untersucht.

Sichtlich überrascht fanden die Wissenschaftler heraus, dass die Krebsrate bei den Frauen, die alle zwei Jahre auf Brustkrebs untersucht wurden, signifikant höher war (22%) als bei der Vergleichsgruppe. Von Zufall kann also keine Rede sein. Und so legt dieses Ergebnis nahe, dass ein Teil der Krebstumoren von selbst verschwindet, auch wenn keine konventionelle Behandlung stattgefunden hat.

Eigentlich keine Überraschung

Offensichtlich muss die Medizin ihr Bild von Krebserkrankungen überdenken, um nicht irgendwann selbst in das Abseits zu geraten, in das sie viele alternative Konzepte drängt. Und so macht der Studienautor Per-Henrik Zahl den ersten Schritt: "Jetzt fragen wir uns: Was ist der natürliche Verlauf dieser zusätzlichen, von der Mammographie entdeckten Krebsfälle?" ((Online Focus, Brustkrebs: Spontanheilung kommt häufig vor))

Wer sich ausgiebig mit alternativen Krebstherapien beschäftigt, der stellt bald fest, das so genannte Spontanremissionen gar nicht so selten scheinen, wie man gemeinhin denkt. Dennoch sind nur relativ wenige Spontanheilungen von offizieller Seite registiriert. So kennt die wissenschaftliche Literatur lediglich 32 dokumentierte Fälle bei Brustkrebs. Eine Ursache dieser geringen Zahl, so bemerkt der Focus in einem dazu erschienen Artikel ganz richtig, könnte "die Tatsache sein, dass Brustkrebs fast immer behandelt wird und nur selten seinem natürlichen Verlauf folgt." ((Online Focus, Brustkrebs: Spontanheilung kommt häufig vor))

Was weiß die Medizin über den Krankheitsverlauf?

Das Focus-Magazin bat im Rahmen des Artikels drei renommierte Mediziner um ihre Einschätzung zu der norwegischen Studie. Beachtenswert finde ich dabei die Worte von Professor Robert M. Kaplan von der University of California: "Die vielleicht wichtigste Sorge im Zusammenhang mit dieser Studie ist, wie erstaunlich wenig wir darüber wissen, was mit unbehandelten Patientinnen mit Brustkrebs passiert. Wir kennen den natürlichen Verlauf bei jüngeren Frauen nicht und wissen nur wenig über den unbehandelten Verlauf bei den älteren." Und Professor Franz Porzsolt vom Uniklinikum Ulm meint: "Der in der Studie gefundene Anteil von 22 Prozent selbstheilender Tumore nach Mammographien ist überraschend hoch, aber plausibel. Vermutlich liegt er sogar noch darüber." ((Online Focus, Brustkrebs: Spontanheilung kommt häufig vor))

Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Gesundheit,
Andreas Thies

Diskutieren Sie diesen Artikel im Krebscafé Forum.

Buchempfehlungen

Weiterführende Links zum Thema

Quellen

Bildquellen

 

TV-Tipps (25.11. – 5.12.08)

TV-Tipps

Für die TV-Tipps bedanke ich mich wie immer bei der Internetseite Reiki.de.

Gesundheit!: "Ayurvedische Medizin"
Dienstag 25. November, 19.00 Uhr, BR
Mehr…

Visite: "Grüne Kraftpakete"
Dienstag 25. November, 20.15 Uhr, NDR
Mehr…

"Intuition – das schlaue Gefühl"
Dienstag 25. November, 22.50 Uhr, ZDF Doku
Mehr…

"Rätselhafte Heilung" – Doku
Mittwoch 26. November, 20.15 Uhr, SWR
Mehr…

"Wasser ist Leben" – Doku
Freitag 28. November, 9.55 Uhr, Arte
Mehr…

Nachtcafe: "Aussteigen um anzukommen"
Freitag 28. November, 22.00 Uhr, SWR
Mehr…

"Wo Shiva auf Buddha trifft" – Doku
Samstag 29. November, 2.15 Uhr, HR
Mehr…

"Buddhas Frauen im Himalaya" – Doku
Sonntag 30. November, 21.00 Uhr, 3Sat
Mehr…

"Väter – Einsame Helden" – Reportage
Sonntag 30. November, 0.55 Uhr, HR
Mehr…

"Ewige Liebe" – Doku
Sonntag 30. November, 2.30 Uhr, 3Sat
Mehr…

Einfach gesund!: "Schlafen Sie gut!"
Montag 1. Dezember, 21.00 Uhr, HR
Mehr…

Visite: "Pulsdiagnostik"
Dienstag 2. Dezember, 20.15 Uhr, NDR
Mehr…

"Faszination Bewusstsein" – Doku
Dienstag 2. Dezember, 1.40 Uhr, Arte
Mehr…

Quivive: "Alles Bio im Advent?"
Mittwoch 3. Dezember, 20.15 Uhr, RBB
Mehr…

Menschen hautnah: "Ich übe das Sterben"
Mittwoch 3. Dezember, 22.30 Uhr, WDR
Mehr…

Gesundheit: "Gesunde Zähne"
Donnerstag 4. Dezember, 18.50 Uhr, HR
Mehr…

"Glaube und Wahrheit" – Die Augustiner
Donnerstag 4. Dezember, 20.15 Uhr, 3Sat
Mehr…

Hauptsache gesund: "Heilsame Gewürze"
Donnerstag 4. Dezember, 21.00 Uhr, MDR
Mehr…

Nachtcafe: "Weniger ist mehr – vom Luxus des Verzichts"
Freitag 5. Dezember, 22.00 Uhr, SWR
Mehr…

"Wahrheit! Alles Lüge!" – Doku
Freitag 5. Dezember, 22.30 Uhr, Arte
Mehr…

Bildquellen

Links zum Wochenende (21.11.08)

Links zum Wochenende

Gesundheit und Ernährung

Konventionelle Therapie

Psychologie

Bildquellen

Ganzheitliche Krebsberatung – Ein Interview mit Elke Linder

Ganzheitliche Krebsberatung

Krebsbetroffene, die sich für alternative Therapien interessieren, stehen oft alleine da, denn noch beschränkt sich das Therapieangebot der Ärzte, die Krebs diagnostizieren, meist auf konventionelle Methoden, wie Chemotherapie, Bestrahlung oder Operationen. So müssen sich Patienten eigenverantwortlich auf die Suche nach Alternativen oder unterstützenden Maßnahmen begeben. Keine leichte Aufgabe im Dschungel der Angebote. Zumal im Angesicht der gesundheitlichen Bedrohung meist die Energie und geistige Klarheit für solch eine Recherchearbeit fehlen. Zum Glück gibt es seit eingen Jahren ganzheitliche Krebsberater wie Elke Linder.

Ganzheitliche Krebsberater übernehmen die aufwändige Recherche und sondieren, im Gespräch mit dem Patienten, die zur Verfügung stehenden Therapieoptionen. Sie vermitteln Betroffenen wichtige Grundlagen für den Heilungsweg, geben konkrete Anleitung für verschiedene Anwendungen und stellen Kontakte zu Therapiezentren, Ärzten und anderen Therapeuten her. Eine unentbehrliche Arbeit, die die Krebsberater leisten, und die in Zukunft sicher immer populärer werden wird. Das Krebscafe hat die langjährige Krebsberaterin Elke Linder über die Hintergründe ihrer Arbeit befragt und mit ihr über Krebs und seine Heilung gesprochen.

Frau Linder, erzählen Sie unseren Leser doch kurz, wer Sie sind und wie Sie zu dem spannenden Beruf einer ganzheitlichen Krebsberaterin kamen.

Die ganzheitliche Krebsberatering Elke LinderElke Linder: Zuerst einmal möchte ich mich bei Ihnen für das Interesse an meiner Arbeit bedanken.
Ich selber interessiere mich schon seit langer Zeit für naturheilkundliche Therapien und habe im Zuge dessen vor nunmehr 15 Jahren mit einer Heilpraktikerausbildung begonnen. Zum Themenschwerpunkt Krebs kam ich durch die Krebserkrankung meiner Mutter, die an Gallenblasenkrebs erkrankt war. Ich war damals sehr auf der Suche nach möglichen Therapieoptionen, konventionell und komplementär, und bin dort zum ersten Mal auf den Verein Menschen gegen Krebs gestoßen und dort Mitglied geworden. 2003 wurde erstmals eine Ausbildung zur Ganzheitlichen Krebsberaterin angeboten, die sofort mein Interesse weckte, ich bewarb mich dort und wurde – glücklicherweise – genommen. Seit 2005 arbeite ich nun als Ganzheitliche Krebsberaterin und war zwischenzeitlich, im Rahmen der 3. Meinung für Krebspatienten, im jetzigen 3E-Zentrum in Buoch tätig. Für den Verein Menschen gegen Krebs arbeite ich zusätzlich an der Telefonhotline, wo Betroffene sich hinwenden können, wenn sie Fragen zu Therapien, Ärzten oder andere Anliegen haben. Desweiteren bin ich als Redakteurin für die Mitgliedszeitschrift “Krebs als Chance” tätig – allesamt Aufgaben, die mich sehr ausfüllen.

Was macht eine Krebsberaterin genau und welche Hilfe können Sie betroffenen Menschen anbieten?

Elke Linder: Als Krebsberaterin informiere ich Betroffene, oder auch nur an der Thematik interessierte Mitmenschen, über mögliche Therapieoptionen, sowohl konventionell, als auch komplementär. Das Ergebniss meiner Beratung sollte sein, dass der Patient mit einem guten Gefühl nach Hause geht. Mit dem Gefühl: "Ja, ich werde wieder gesund! Es gibt Krebstherapien, die mich bei meinem Heilungsprozess positiv unterstützen können, und ich selber kann viel dazu beitragen, wieder gesund zu werden!". Untersuchungen bei weit fortgeschrittenen Krebserkrankungen zeigen deutlich, dass vor allem die Krebspatienten überlebt haben, welche die Zerstörung des Tumors nur als Teil eines ganzheitlich orientierten Therapieplans sehen. Die radikale Entfernung oder die schnelle Zerstörung des Tumors durch Chemotherapie und Bestrahlung spielt zwar weiterhin eine Rolle, aber auf langfristige Sicht nicht die alles entscheidende. Viele erfolgreiche, alternative Krebstherapien aus aller Welt sind kaum bekannt. Ich möchte diese Lücke gerne schließen und auch über diese erfolgreichen, komplementären Krebstherapien informieren. Nur mit Wissen kann der Betroffene gemeinsam mit seinem Arzt eine speziell auf ihn zugeschnittene Therapieoption erarbeiten und auch erfolgreich umsetzen. Je mehr Informationen der Patient hat, umso besser kann ER entscheiden, welchen Weg er gehen möchte – alternativ oder begleitend.

Eine wichtige Säule Ihrer Arbeit ist das so genannte 3E-Programm. Was kann man sich darunter vorstellen?

Elke Linder: Das so genannte 3E-Programm setzt sich zusammen aus den Teilen Ernährung, Entgiftung (konsequent Gifte ausscheiden und das Aufnehmen neuer Giftstoffe bzw. belastender Faktoren, vermeiden) und Energiearbeit. Ich möchte kurz auf jeden einzelnen Punkt eingehen.

Gute Ernährungskonzepte bei einer Krebserkrankung werden leider viel zu häufig ignoriert. Die Ernährung vieler Menschen besteht heutzutage aus verarbeiteter, also schon “toter” Nahrung, die unserem Organismus meist nur das Hungergefühl nehmen, ihn aber nicht mit den notwendigen Vitaminen, Spurenelementen und auch Biophotonen versorgt. Dies jedoch benötigen wir, damit unser Körper gesund bleibt und die Zellen ihrer zugedachten Arbeit nachgehen können. Gerade Krebspatienten sollten unbedingt darauf achten, frische, naturbelassene Nahrung mit einem hohen Lichtgehalt zu sich zu nehmen, damit der Organismus zum einen mit den benötigten Nährstoffen versorgt wird und zum anderen nicht mit “toter” Nahrung zusätzlich belastet wird.

Der Punkt Entgiftung sollte aus gleich mehreren Gründen unbedingt in ein Behandlungskonzept mit integriert werden. Fr. Dr. Kousmine konnte schon vor Jahren nachweisen, dass ein Tumor wie eine “zweite Leber” fungiert und ein Tumor ein Vielfaches mehr an Giftstoffen aufnehmen kann wie unser großes Entgiftungsorgan, die Leber. Ein Tumor ist demzufolge in der Lage Giftstoffe zu neutralisieren. Im Umkehrschluss lässt sich annehmen, dass ein Tumor entsteht, wenn unsere Entgiftungsorgane ihre Arbeit alleine nicht mehr bewältigen können und zuviele belastende Faktoren von außen auf sie einwirken. Dies kann zum einen falsche Ernährung sein, aber auch geopathologische Faktoren und seelischer Stress, alles Faktoren, die über einen längeren Zeitraum negativ auf unser Zellmilieu einwirken und den Grundstein für eine Tumorenstehung legen können.

Energiearbeit beinhaltet unter anderem die Punkte Synergetik, Kausanetik, Visualisierung, aber auch Meditation und andere Verfahren, die sich günstig auf den Energiefluss auswirken können (z. B. Tai Chi, Qigong u. v. a.). Hierbei wird ein wichtiger Augenmerk auf die energetischen Herausforderungen der Krebserkrankung gelegt. Die Patienten erlernen Techniken, die die Selbstheilungskräfte des Körpers stärken, und lernen, wie positiv sich Visualisierung und positive Affirmationen auf die Erkrankung auswirken können. Gemeinsam mit dem Patienten wollen wir herausfinden, wo die eigenen Ursachen einer Krebserkrankung bei jedem einzelnen Patienten liegen können (Kausanetik), um sie mit geeigneten Techniken (z. B. Synergetik) positiv zu beeinflussen und ein geeignetes Lebenskonzept zu erstellen.

Lothar Hirneise und die ganzheitlichen Krebsberater betonen immer wieder den hohen Stellenwert einer gesunden Ernährung bei Krebs, z.B. duch die Öl-Eiweiß-Kost nach Dr. Johanna Budwig. Was hat es damit auf sich?

Elke Linder: Die Ernährungswissenschaftlerin Frau Dr. Johanna Budwig entdeckte während Ihrer Arbeit in der Fettforschung, dass hochungesättigte Fettsäuren in Kombination mit schwefelhaltigem Eiweiss ausschlaggebend für eine funktionierende Zellatmung sind. Zusammen mit schwefelhaltigem Eiweiss spielen Fettsäuren die entscheidende Rolle bei der Sauerstoffaufnahme sowie –verwertung der Zelle, bei Wachstumsprozessen, Blutbildung etc. Weiterhin wird der Körper dadurch in die Lage versetzt, Elektronen aufzunehmen, wodurch die natürliche Zellatmung angeregt wird. Wir Menschen sind Heliotropen, d. h. „Lichtwesen“, die das Licht mit seinen Elektronen benötigen, damit der Gesamtorganismus und die Zellteilung richtig funktionieren kann. Tumorzellen haben einen gestörten Stoffwechsel mit anaerober Verbrennung. Daraus resultiert, dass der Körper übersäuert wird und die Zellteilung nicht mehr richtig funktionieren kann.

Der tägliche Verzehr von Quark und Leinöl (zusammen mit Milch) bewirkt eine erneute aerobe Verbrennung. Die Übersäuerung wird gestoppt und der Zellstoffwechsel normalisiert sich. Hierbei ist besonders darauf zu achten, dass der Quark mit dem Leinöl und der frischen Milch (nicht hocherhitzt und homogenisiert; am besten Rohmilch) vermischt wird. Erst hieraus entsteht das benötigte Lipoproteid, das vom Körper richtig verstoffwechselt werden kann. Unterstützend und entsäuernd wirkt der Verzehr von basischen Lebensmitteln (Obst, Gemüse, Salat, Buchweizen u. v. m.). Dass im Rahmen der Öl-Eiweiss-Kost auf Fleisch, Zucker und andere Säurebildner komplett verzichtet werden muss, versteht sich von selbst. Besonders hervozuheben ist hierbei der vollständige Verzicht auf Fleisch- und Wurstwaren, der den Körper übersäuert und den Krebszellen erst das benötigte Milieu schafft, um sich ungehemmt teilen zu können. Auch ein vollständiger Verzicht auf Zucker ist unumgänglich. Krebs führt einen eigenen Stoffwechsel im Körper und braucht zur Zellteilung Zucker! Zucker ist zwar süß, wird aber sauer verstoffwechselt.

Eine große Herausforderung, der man sich als Krebspatient bei der Suche nach einer alternativen Therapie gegenübergestellt sieht, ist deren Vielzahl. Wie finde ich als Patient die richtige alternative Therapie? Wie kann ich feststellen, ob sie mir helfen kann?

Elke Linder: Hier sprechen Sie einen wichtigen Punkt an. Es gibt auf dem Markt ausgesprochen viele Therapien, die es einem Patienten sehr schwer machen können, die für ihn richtige Therapie zu erkennen. Um dem Patienten bei seiner Theapiewahl zu unterstützen, arbeiten wir Krebsberater im Vorfeld einer Beratung mit so genannten Fragebögen, wo detailliert Fragen zum Patienten gestellt werden: Wie ist die Ernährung, der aktuelle Status quo, frühere Erkrankungen, aktuelle Laborwerte, in welchen Lebenssystemen besteht der meiste Stress etc. Hierdurch gelingt es uns meist schon im Vorfeld, infragekommende Therapien herauszufiltern und zu sehen, welche Therapie bei jedem einzelnen Patienten am meisten Sinn machen würde. Während des Beratungsgespräches, das meist mehrere Stunden umfasst, versuchen wir gemeinsam mit dem Patienten ein Konzept zu erarbeiten, das er zuhause direkt umsetzen kann. Ich halte diesen Punkt für ganz wesentlich, der Patient MUSS aktiv werden und selber an seiner Heilung aktiv mitarbeiten und zwar konsequent, jeden Tag. In Kombination mit geeigneten Therapien lassen sich so sehr gute Ergebnisse erzielen. Aber auch hier sollte der Patient erkennen, dass ein Therapeut mit einer geeigneten Therapie, sei es z. B. Galvano, Infusionstherapien u. s. w., nur unterstützend mithelfen kann, die Hauptarbeit muss der Patient leisten. Letztendlich geht der Patient mit einem ausgearbeiteten Dossier nach Hause, in dem noch einmal detailliert auf die Dinge eingegangen wird, die er selber zu Hause umsetzen kann, zum anderen aber auch Therapieoptionen und geeignete Ärzte- und Therapeutenadressen enthält.

Raten Sie Menschen grundsätzlich von einer konventionellen Krebstherapie ab?

Elke Linder: Nein, absolut nicht. Jeder Patient muss letztendlich seine Therapie selber wählen, ganz bewusst. Wenn ein Patient von dem Nutzen einer Chemotherapie oder Bestrahlung überzeugt ist, würde ich ihm niemals davon abraten. Letztendlich muss jeder Patient für sich die Therapie finden, von der er überzeugt ist, dass sie ihm hilft. Wir wollen mit unserer Arbeit nicht missionieren, sondern lediglich auch auf andere Behandlungsmethoden aufmerksam machen. Für welche Therapie sich jeder Einzelne dann entscheidet ist jedem freigestellt. In manchen Fällen kann sogar eine Chemotherapie angezeigt sein, allerdings gibt es auch hier Unterschiede, z. B. wäre eine regionale Chemotherapie bei epithelialen Krebsarten einer systemischen Chemotherapie sicherlich vorzuziehen. Wichtig ist einfach, dass man sich im Vorfeld darüber informiert, was es an Möglichkeiten gibt und ob nicht andere zytotoxische Therapien, wie z. B. Hochdosiertes Vitamin C in Kombination mit reduziertem L-Glutathion, Ukrain-Infusionen oder auch die Galvanotherapie – um hier nur einige zu nennen – vielleicht sinnvoller sind, da sie weniger bis gar keine Nebenwirkungen haben.

Was zeichnet Ihrer Erfahrung nach Menschen aus, die Ihre Krankheit überwunden haben?

Elke Linder: Das ist eine interessante Frage, die man unbedingt näher beleuchen sollte. Letztendlich gilt bei jeder Krebserkrankung die Devise: Wenn sich nichts ändert, ändert sich nichts. Für Krebspatienten ist es wichtig, dass sie zuerst verstehen, dass jeder Weg der Änderung mit der Einsicht beginnt, dass sich etwas ändern muss. Patienten, die in einem finalen Stadium überlebt haben, haben durchweg drastische Lebensänderungen vorgenommen. Sie haben selber sehr aktiv an ihrer Heilung mitgewirkt und sie somit sehr positiv beeinflussen können. “Krebs als Chance” zu begreifen, sich mit sich, seinem Leben, seinen Emotionen, Wünschen und Zielen zu befassen ist ein ganz wesentlicher Punkt, der bedacht werden sollte. Das bisher geführte Leben hat schlussendlich dazu geführt, dass Krebs sich erst im Körper manifestieren konnte. Bitte nicht mißverstehen, das ist keinesfalls wertend gemeint, aber Krebs kann sich erst dann im Körper festsetzen und zur ernstlichen Bedrohung werden, wenn im Vorfeld viele Dinge unterdrückt, mißachtet oder übersehen wurden, irgendwann akkumulieren sich diese Faktoren und bringen das System zum Umkippen. Zielsetzung ist ebenfalls ein ganz wesentlicher Punkt. Der Patient muss Ziele für die Zukunft haben und muss sich diese immer wieder visualisieren.

Viele Menschen fühlen sich vor den Kopf gestoßen, wenn man sie nach dem Sinn ihrer Erkrankung fragt. Sollten Betroffene dieser Frage dennoch auf den Grund gehen?

Elke Linder: Ja, unbedingt. Hier kommt auch das Prinzip der Kausanetik zum tragen. In der Kausanetik geht es darum, dass nichts auf dieser Welt zufällig geschieht oder nur negativ ist. Oberster Grundsatz ist, dass die Evolution weitreichende Regulationsmechanismen kreiert hat, um das kurz- und langfristige Überleben der Spezies zu sichern. Letztendlich sind alle Symptome nichts anderes als Regulationsmechanismen des Körpers. Hier sollte die eigentliche Therapie ansetzen: bei der Frage Warum reguliert ein Körper gerade an dieser Stelle und zu diesem Zeitpunkt auf diese Weise? Heilung kann nur dann entstehen, wenn die Ursachen für die Regulation beseitigt sind. Hierbei ist ein gutes Zusammenarbeiten von Therapeut und Patient unabdingbar, um gemeinsam an die eigentliche Ursache der Erkrankung heranzukommen und dementsprechende Therapierichtlinien zu erstellen.

Welchen Rat geben Sie Menschen, die eine Krebsdiagnose erhalten haben und weder aus noch ein wissen?

Elke Linder: Für mich die oberste Prämisse: bitte keine Panik, keine überstürzten Handlungen, die eventuell weitreichende Folgen haben, die nicht mehr korrigiert werden können. Jedem Patienten kann ich nur eindringlich ans Herz legen, informieren Sie sich, holen Sie sich soviel Informationen ein, wie nur möglich. Holen Sie sich eine 2. oder 3. Meinung ein, von Therapeuten, die auf verschiedene Art und Weise therapieren und verschiedene Therapien einsetzen. Je mehr Informationen Sie haben, umso besser können SIE entscheiden, welchen Weg Sie gehen möchten – komplementär, konventionell oder die Kombination aus beiden. Durch viele Gespräche mit Krebspatienten in den letzten Jahren habe ich viele Menschen kennen lernen dürfen, die ihren Krebs überwunden haben oder auch mit ihrem Krebs ohne weitere Beeinträchtigungen leben. Für mich ist die Diagnose Krebs kein Todesurteil. Vielmehr eine Herausforderung, eine Herausforderung an jeden einzelnen Menschen, wieder aktiv an seiner Gesundheit mitzuarbeiten. Nur mit Wissen, kann ein Patient mit seinem Arzt gemeinsam, die für ihn passende Therapie erarbeiten.

Sie arbeiten seit mehreren Jahren unter anderem auch in der telefonischen Beratung bei Menschen gegen Krebs e.V. Wie hat sich das Bild, das die Menschen von alternativen Therapien haben, in den letzten Jahren geändert?

Elke Linder: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass in letzter Zeit die ganzheitliche Betrachtungsweise einer Erkrankung immer mehr in den Vordergrund rückt. Es werden Millionen an Forschungsgeldern ausgegeben, aber der große Durchbruch in der Krebstherapie blieb nach wie vor aus. Dieser Aspekt dringt immer mehr an die Öffentlichkeit und viele Menschen fragen sich, ob es nicht doch etwas anderes geben kann – zu Recht. Ein Problem, das ich leider sehr häufig sehe ist jedoch der Zeitfaktor hierbei. Im Normalfall wird Krebs von einem Schulmediziner diagnostiziert, der dann zu schnellstmöglicher Intervention gemahnt und den Patienten ungemein unter Druck setzen kann, da er sich schnellstmöglich entscheiden soll. Meines Erachtens würden mehr Krebspatienten einen anderen Weg gehen, wenn sie sich mehr Zeit lassen würden und im Vorfeld von verschiedenen Seiten Therapieoptionen einholen würden. Ganz allgemein lässt sich feststellen, dass immer mehr Menschen sich naturheilkundlich orientieren und sich langsam das Verständnis durchzusetzen beginnt, dass ein jeder Mensch aktiv an seiner Heilung mitarbeiten kann.

Dr. Bodo Köhler sprach mir diesbezüglich aus dem Herzen, als er auf der Medizinischen Woche in Baden-Baden bemerkte: “Sämtliche Krankheiten sind heilbar – aber nicht alle Patienten sind dazu in der Lage.” Heilung ist ein Prozess, den nur der Patient bewirken kann, alle Therapien können nur als Unterstützung verstanden werden, die eigentliche Heilung kann nur vom Patienten selber ausgehen!

Liebe Frau Linder, ich bedanke mich sehr herzlich für dieses interessante Gespräch.

 

Wenn Sie Fragen an Frau Linder stellen oder über das Thema dieses Artikels diskutieren wollen, können Sie dies in diesem Beitrag im Krebscafé Forum tun.

Sollten Sie Interesse an einer ganzheitlichen Krebsberatung bei Frau Linder haben, erreichen Sie sie über Ihre Internetseite oder unter folgendem Kontakt:

Elke Linder
Ahornweg 16
53819 Neunkirchen – Seelscheid
Telefon: 0 22 47 – 75 60 66 1
Email: elkelinder@lebenmitkrebs.com

 

Weiterführende Links zum Thema

Bildquellen

Ja sagen

…eine der großen Herausforderungen des Lebens ist es, zu der Person oder der Tat oder der Verfassung, die nach eigenem Dafühalten am abscheulichsten ist, "Ja" zu sagen… Etwas Derartiges hat zwei Aspekte. Der eine ist das Urteilen im Felde des Handelns, und der andere ist das Urteilen als metaphysischer Beobachter. Man kann nicht sagen, es sollte keine Giftschlangen geben – so ist das Leben nun einmal. Aber wenn man im Feld des Handelns eine Giftschlange sieht, die gerade jemanden beißen will, töten man sie. Damit sagt man nicht nein zu der Schlange, man sagt nein zu der Situation.

Jospeh Campbell

Links zum Wochenende (07.11.08)

Links zum Wochenende

Forschung & Wissenschaft

Psyche

Ratgeber

Bildquellen

Zitat des Tages

Das Zitat des Tages

Ein schönes Zitat, das ich gefunden habe:

Bis man sich verpflichtet hat, zögert man, läuft man Gefahr, einen Schritt rückwärts zu machen, ist man immer wirkungslos. Es gibt eine elementare Wahrheit, die auf alle Initiativen und Schöpfungen zutrifft und deren Unkenntnis zahllose Ideen und prächtige Pläne zugrunde richtet. In dem Augenblick, in dem man sich unumstößlich verpflichtet, tritt auch die Vorsehung in Erscheinung. Alle möglichen Dinge ereignen sich, um einem zu helfen, die sich anderweitig niemals ereignet hätten. Ein ganzer Strom von Geschehnissen entfließt der Entscheidung, beschwört alle möglichen unvorhergesehenen Vorkommnisse, Zusammentreffen und materielle Hilfe zum eigenen Vorteil herauf, wovon keiner sich hätte träumen lassen, dass ihm das je geschehen würde. Was du dir auch immer vorstellen kannst, kannst du auch tun.

Johann Wolfgang von Goethe

Bildquellen