Schützt eine positive Lebenseinstellung vor Brustkrebs?

Glücklichsein ist eine bewusste Entscheidung!

Welch große Rolle Glücksgefühle und Optimismus bei der Überwindung einer Krebserkrankung spielen, zeigt eine neue Studie der Ben-Gurion Universität in Israel. Demnach verringert eine positive Lebenseinstellung das Krebsrisiko, wohingegen nachteilige Lebensumstände und negative Geschehnisse, wie der Verlust eines Elternteils oder nahen Verwandten, eine Scheidung oder der Verlust des Partners, das Risiko einer Brustkrebserkrankung bei Frauen erhöhen. 

Bei der Studie wurden 255 Frauen mit Brustkrebs und 367 gesunde Frauen (Kontrollgruppe) nach ihren Lebenserfahrungen befragt und mussten ihr Maß an Glück, Optimismus, Angst und Depression vor der Diagnose einschätzen. Der Leiter der Studie Dr. Ronit Peled fasst das Ergenis zusammen: "Junge Frauen, die einer Reihe negativer Lebenserfahrungen ausgesetzt waren, sollten als Risikogruppe für Brustkrebs betrachtet werden und dementsprechend behandelt werden."

 Auch wenn die Diagnose die Selbsteinschätzung der Frauen trüben könnte, so betont Peled: "Mit Vorsicht können wir sagen, dass ein ernstes und/oder leichtes bis mittelschweres Life Event (Lebensereignis mit hauptsächlich belastendem und lebensveränderndem Inhalt) ein Risikofaktor für Brustkrebs bei jungen Frauen ist. Auf der anderen Seite kann eine allgemeines Gefühl von Glück und Optimismus eine schützende Rolle spielen."

"Die Mechanismen nach denen das zentrale Nerven-, Hormon und Immunsystem interagieren und wie das Verhalten und externe Ereignisse auf diese drei Systeme wirken, ist noch nicht geklärt." Daher, so die Forscher, "sollte die Beziehung zwischen Glück und Gesundheit in weiteren Studien erforscht und wichtige Maßnahme zur Prävention entwickelt werden."

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Quellen

 

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