Quantenphysik und Esoterik
Ein Grund, warum ich mich hier mit Quantenphysik beschäftige, ist die Frage danach, inwieweit sich die von dort stammenden Erkenntnisse auf die makroskopische Welt, also z.B. auf offensichtliche Heilungsprozesse, übertragen lassen. Ich denke auf der einen Seite, dass es mehr gibt, als uns das "alte Denken" weißmachen will, und auf der anderen Seite, dass der Brückenschlag zwischen Quantenphysik und Esoterik allzu schnell vollführt wird. Kritik und Nachforschung ist für mich somit auf beiden Seiten angebracht. Doch gerade die Esoterik sollte es sich zum Ziel machen – so sie ein "neues Denken" beeinflussen möchte – nicht mit der gleichen Sturrheit an ihren Glaubenssätzen festzuhalten, wie es mitunter das alte Repräsentationsparadigma (es gibt eine einzige empirische Welt und Erkenntnis besteht in nichts weiter als einer Abspiegelung dieser einen wahren Wirklichkeit1) getan hat.
Was nötig ist, ist nicht der Wille zu glauben, sondern der Wille herauszufinden, was das genaue Gegenteil ist. (Bertrand Russell)
Nach einigen wirklich esoterischen Ansichten nun mal wieder etwas Handfestes. Der folgende Artikel beschäftigt sich mit dem Phänomen der Quantenverschränkung (von Einstein Spukhafte Fernwirkung genannt) und der Bedeutung, die sie nach Meinung des Autors für paranormale und ganz alltägliche Phänomene hat.
- Eine kurze Geschichte des Kosmos, Ken Wilber, 1997 [↩]
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