Krebs durch kosmische Strahlung?

Forscher von der Michigan State University finden einen interesanten statistischen Zusammenhang zwischen kosmischer Strahlung und dem Risiko an Krebs zu erkranken.

Krebs aus dem AllFür Menschen, die zwischen den Jahren 1840 und 1860 beziehungsweise 1920 bis 1930 geboren wurden, besteht ein höheres Krebsrisiko als für den Durchschnitt der Bevölkerung. Eine Erklärung, so David Juckett von der Michigan State University, könnten Schwankungen der galaktischen kosmischen Strahlung sein. Voraussetzung für diese statistisch begründete Annahme wäre allerdings, dass diese Strahlung nicht etwa auf die Krebskranken selbst, sondern auf das Erbgut eines Elternteils, während dieser im Mutterleib der Großmutter heranwuchs, einwirkte. Dies würde bedeuten, dass schon eine geringe Strahlungsmenge ausreicht, um die Keimzellen zu schädigen.

Eine Vielzahl von Strahlungen wirkt auf den Menschen ab einer bestimmten Menge gesundheitsschädigend, so auch die sogenannte "galaktische kosmische Strahlung", die u.a. bei Supernova-Explosionen entsteht. David Juckett entdeckte bei seinen Forschungsarbeiten interessanterweise Maxima sowohl im Schwankungsverlauf der kosmischen Strahlung, als auch im Verlauf der Krebssterblichkeit zwischen den Jahren 1825 bis 1965. Die Maxima der Strahlenschwankungen waren jedoch nicht deckungsgleich mit den Kurven der Krebssterblichkeitsrate, sondern um je 28 Jahre versetzt, also noch vor der Geburt der an Krebs erkrankten Menschen. Diese 28 Jahre entsprechen nun genau dem Mittelwert des Alters der in die Studie einbezogenen Mütter bei Geburt des Kindes. Nimmt man nun die Möglichkeit hinzu, dass Keimzellen im sich entwickelnden Fötus wesentlich strahlungsanfälliger sind als dessen Körperzellen, erhärtet sich Jucketts Verdacht. ((Wissenschaft.de: Krebs aus dem All))

Es wäre nun sicher etwas voreilig, jede Krebserkrankung mit kosmischer Strahlung in Zusammenhang zu bringen, doch scheint Jucketts Theorie eine weitere Möglichkeit, neben Ernährungs- und sonstigen Umweltfaktoren, das global steigende Krebsrisiko zu erklären.

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Foto: dimitri_c (@sxc.hu)

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